Madrid. Der spanische Autobahnbetreiber Abertis und der italienische Autobahnkonzern Autostrade haben ihre Fusion zum weltweiten Branchenprimus beschlossen. Aus dem Zusammenschluss entsteht der größte Autobahnbetreiber weltweit. Wie spanische Medien unter Berufung auf Unternehmensangaben berichteten, habe das künftige Unternehmen einen Börsenwert von 25 Milliarden Euro. Der Firmensitz soll Barcelona sein. Das "Projekt Mediterraneo" wurde über Monate verfolgt. Das Ziel soll sein, den appetitmachenden Markt der osteuropäischen Beitrittsländer zu erobern. Allein in Polen sollen 2000 Kilometer Autobahnen und 5000 Kilometer Schnellstraßen aus Mitteln der EU gebaut werden. "Wir werden das Schlachtschiff für die Entwicklung der europäischen Wirtschaft sein", erklärten am Sonntagabend die beiden Unternehmensführer Gian Maria Gros Pietro (Autostrade) und Isidre Fainé Casas (Abertis). Die künftige Gesellschaft soll den Namen Abertis tragen, mit ihren 20.000 Mitarbeitern in 16 Ländern aktiv sein und 6713 Autobahnkilometer verwalten, hieß es in spanischen Medienberichten weiter. Der Jahresumsatz des Unternehmens, das auch Logistikplattformen, Flughäfen und Parkplätze umfasst, soll etwa sechs Milliarden Euro betragen. 15 Milliarden Euro sollen in den nächsten neun Jahren in europäische Projekte investiert werden. Die Fusion muss nun von den Wettbewerbshütern genehmigt werden. (dpa/rp)
Autostrade und Abertis fusionieren zum Branchenprimus
Größter weltweiter Autobahnbetreiber will Schlachtschiff für die Entwicklung der europäischen Wirtschaft werden