Leipzig. Das Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) will die Unternehmen der Automobilindustrie in den neuen Ländern für den globalen Wettbewerb rüsten. „In den neuen Ländern gibt es insgesamt etwa 1800 Firmen, die mit der Autoindustrie verbunden sind, und in allen Ländern gibt es unterschiedliche Aktivitäten die Kräfte zu bündeln“, sagte Claussen. Sorgen bereite die Finanzierung einer Geschäftsstelle als Koordinierungsplattform vor allem auch für länderübergreifende Aktivitäten. Mit einem Fördervolumen von 500.000 Euro aus Bundesmitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ über drei Jahre könne der Prozess nicht zum Selbstläufer werden. „Bei uns geht's mit gleichem Dampf weiter, aber wenn Sie einen Kleintransporter zur Verfügung haben, können Sie damit weniger transportieren, als wenn Sie eine LKW-Flotte hätten“. Die Idee bei der Gründung des Clusters sei es gewesen, Hilfe zur Selbsthilfe für alle zu organisieren. „Wir haben die Großen gebeten, als Spielmacher zu fungieren“, sagte Claussen. Direkt im ACOD sind 30 Firmen Mitglieder, darunter alle fünf Hersteller, die in Ostdeutschland aktiv sind. Die Rolle des ACOD-Sprechers wechselt turnusgemäß. „In Ostdeutschland müssen wir uns im globalen Wettbewerb aufstellen und behaupten“, sagte Claussen. Das werde den oft kleinen Unternehmen nicht mit Massenprodukten gelingen. Entscheidend sei es daher, den Transfer von Know-how zu kleinen Unternehmen zu organisieren. Das solle das ACOD leisten. „Außerdem wollen wir die Bildung lokaler Cluster unterstützen, die sich besser behaupten können als Einzelne“, sagte Claussen. So könne es auch gelingen, eine schnellere und nachhaltigere Entwicklung in den neuen Ländern voranzutreiben. „Erfolgsregionen sind die, wo sich Cluster aus Unternehmen, Wissenschaft und Staat entwickeln.“
Automotive Cluster Ost sieht sich ausgebremst – Förderung fehlt
Das Automotive Cluster Ostdeutschland (ACOD) sieht sich bei seinen Aktivitäten für die Autoindustrie in den neuen Ländern ausgebremst. Grund seien Finanzierungsprobleme, sagte der Mitinitiator des Bündnisses und Chef des Leipziger BMW-Werkes, Peter Claussen.