Wien. Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) hat im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 22,4 Prozent weniger Luftfracht umgeschlagen. Wie die angeschlagene Airline am Mittwoch gegenüber der VerkehrsRundschau bekannt gab, lag der Frachtumschlag auch im vergangenen Monat rund 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Genaue Frachtzahlen wollte der Konzern allerdings nicht nennen. Aus den aktuellen Verkehrszahlen für den Zeitraum von Januar bis Juni geht hervor, dass die ausgelasteten Tonnenkilometer (TKM), also das Maß für die Beförderung von Gütern und Personen pro Kilometer, im Berichtszeitraum um 17,8 Prozent auf 880,7 Millionen TKM einbrachen. Im Charterbereich verzeichnete AUA sogar einen Rückgang von 23,2 Prozent auf 78,5 Millionen TKM. „Wir gehen davon aus, dass wir den Tiefpunkt erreicht haben und das Frachtvolumen nicht noch stärker zurückgeht. Nach unserer Einschätzung wird sich das Frachtauskommen auf diesem Niveau halten“, sagte eine AUA-Sprecherin in Wien. Die AUA befindet sich noch zu rund 42 Prozent im Besitz der österreichischen Staatsholding ÖIAG. Lufthansa hatte im Dezember 2008 vereinbart, diesen Anteil an der hochdefizitäre österreichische Fluglinie für zunächst 366.000 Euro zu kaufen. Zudem sieht der Vertrag weitere Zahlungen je nach wirtschaftlicher Entwicklung des Unternehmens vor. Eine Genehmigung der AUA-Übernahme durch die EU-Kommission steht bisher aus. (ag)
Austrian Airlines verzeichnet Frachtrückgang um 22,4 Prozent
Österreichische Fluggesellschaft AUA stemmt sich gegen die Wirtschaftskrise