Wien. Rund ein Drittel der Mitarbeiter der ins Trudeln geratenen österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) werden ab 1. April auf Kurzarbeit gehen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, sind von dem Schritt 2600 Mitarbeiter des Bodenpersonals betroffen. Der mit den Gewerkschaften vereinbarte Schritt ist Teil eines rigorosen Pakets von Sparmaßnahmen, mit denen die im Dezember von der Deutschen Lufthansa gekaufte Airline in der Luft gehalten werden soll. Nach Angaben der Unternehmensleitung soll die Arbeitszeit der betroffenen für einen Zeitraum von zunächst sechs Monaten auf 80 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig stimmten die Gewerkschaften zu, dass die vom Unternehmen geleisteten Beiträge zur Pensionskasse der AUA für ein Jahr um 25 Prozent gesenkt werden. Insgesamt muss die AUA mehrere 100 Millionen Euro einsparen, um das Überleben der Gesellschaft zu sichern. Die Lufthansa hatte die mit fast einer Milliarde Euro verschuldete rot-weiß-rote Fluglinie im Dezember gekauft. Die vereinbarten Bedingungen des Kaufs sind zurzeit Gegenstand einer Untersuchung der EU-Kommission in Brüssel. Unter anderem bemängelt die Kommission, dass die Regierung in Wien sich bereiterklärt hat, 500 Millionen Euro des riesigen Schuldenberg der AUA zu übernehmen. (dpa)
Austrian Airlines: Ein Drittel der Belegschaft auf Kurzarbeit
Arbeitszeit von rund 2600 Mitarbeitern soll auf 80 Prozent reduziert werden