Wien. Die in Turbulenzen geratene österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen Verlust von 65,1 Millionen Euro eingeflogen. Im Vorjahreszeitraum hatte die Airline noch einen Gewinn von 20,6 Millionen Euro ausgewiesen. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Für das Gesamtjahr 2008 rechnet das man mit einem Verlust zwischen 100 und 125 Millionen Euro. Erst am Montag war der geplante Verkauf der AUA bis zum Jahresende verschoben worden. Nach Angaben der Unternehmensleitung lag der Nettoverlust der Fluggesellschaft im dritten Quartal bei 16,4 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte die AUA in diesem Zeitraum einen Gewinn von 29,2 Millionen Euro gemeldet. Ungeachtet der negativen Entwicklung gab sich die Unternehmensleitung am Dienstag optimistisch, „dass der Privatisierungsprozess positiv abgeschlossen werden kann“. Die AUA werde deshalb noch keine Maßnahmen einleiten, die im Falle eines Scheiterns des geplanten Verkaufs bis zum Jahresende erforderlich wären. Entsprechende Einschnitte könnten den Verkaufsprozess negativ beeinflussen. Experten rechnen damit, dass die AUA ihr Streckennetz und Personal im Falle eines Scheiterns der Privatisierung um bis zu 40 Prozent kürzen müsste. (dpa)
AUA-Verlust fliegt in ersten neun Monaten 65 Millionen Verlust ein
Austrian Airlines bleibt optimistisch: Partnersuche für angeschlagene österreichische Staatsairline geht weiter