New York. Der amerikanische Luftfracht-Dienstleister ATSG hat im dritten Quartal einen Nettogewinnverlust von 35 Prozent auf 3,7 Millionen US-Dollar (rund 2,5 Millionen Euro) verglichen mit dem Vorjahr erlitten. Die Ursache für den Gewinneinbruch ist hauptsächlich auf den Rückzug von DHL aus dem amerikanischen Markt im Januar diesen Jahres zurückzuführen. Die Tochtergesellschaft von ATSG ABX Air stellte Frachtflugzeuge für den deutschen Expressdienstleister bereit. Das Unternehmen zahlte 8600 gekündigten Arbeitnehmern zirka 14,6 Millionen Euro als Kompensation. Obwohl DHL die Entschädigung für die Gesamtsumme tragen muss, hat das Unternehmen eine weitere Zahlung nach den rund 2,2 Millionen Euro im März abgelehnt. „Unsere Ergebnisse im dritten Quartal sind mit unseren Zielen für 2009 übereinstimmend. Wir wollen weitere Flugzeuge in Dienst stellen, Dienstleistungen für Neukunden implementieren, Kosten minimieren und unsere Bilanz stärken, um in einer schwachen aber sich belebenden Wirtschaft konkurrenzfähig zu bleiben. Zudem wollen wir unsere Beziehungen mit unseren ABX Air-Crews und mit DHL vertiefen“, sagte der Präsident und Geschäftsführer von ATSG Joe Hete. Indessen fielen die Einnahmen der Tochtergesellschaft ACMI (Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung) auf einen Vorsteuerverlust von 607492 Millionen Euro. Der Profit aus dem Bereich Flugzeugleasing stieg um 51 Prozent auf rund 4,1 Millionen Euro. (rup)
ATSG fährt Verlust ein
Der Rückzug von DHL aus US-Markt trifft den Luftfracht-Dienstleister