Wien. Unter dem Titel „Stoppt die Gigaliner“ hat der österreichische Automobilklub (ARBÖ) am Dienstag eine Protest-Kampagne gegen überlange Lastwagen gestartet. Von einer möglichen Zulassung der so genannten Eurocombi, so die Argumentation des ARBÖ, sei vor allem Österreich als Transitland überdurchschnittlich stark betroffen. „Eines ist sicher: Sollte sich die EU-Kommission für die Zulassung von 60-Tonnen-LKW entscheiden, müssen alle EU-Staaten diese neuen LKW-Monster auf ihre Autobahnen fahren lassen – auch Österreich", warnte Herbert Grundtner, geschäftsführender Vizepräsident des ARBÖ, am Dienstag in einer Presseerklärung. Mit der Aktion wolle man die europaweite Zulassung der bis zu 25,25 Meter langen Trucks verhindern und in den nächsten Wochen öffentlich Widerstand leisten. „Die EU-Bürger wollen keine Monstertrucks, weil sie ein Sicherheitsrisiko darstellen, umweltschädlich sind und den Steuerzahlern teuer zu stehen bekommen.", kritisiert Grundtner. Speziell in Österreich provozierten sie mehr Transitverkehr, verschärften die Stausituation und machten teure Investitionen in den Straßenverkehr notwendig. Auf der seiner Webseite warnt der ARBÖ die österreichische Bevölkerung deshalb vor den Risiken der Eurocombi-Zulassung. Überdies sei eine Internetabstimmung ins Leben gerufen worden, so Grundtner. „Gerade in Brüssel gehören die Stimmen aus Österreich gehört, insbesondere noch vor den Europawahlen“, betont der geschäftsführende ARBÖ-Vizepräsident. Der ARBÖ engagiert sich seit über einem Jahr auf internationaler Ebene gegen die Einführung überlanger Laster auf Europas Straßen. Als Mitglied des EAC (Europäische Auto Clubs) ist der österreichische Automobilklub einer der Initiatoren der internationalen Informationsplattform „No Mega Trucks” und der Allianz pro Schiene. (ag)
ARBÖ-Kampagne kontra Eurocombis
Österreichs Automobilklub macht mobil gegen Zulassung überlanger LKW