Berlin. Die 12-Tonnen-Gewichtsgrenze bei der LKW-Maut hat nach Ansicht des Verbandes „Allianz pro Schiene“ zum Unterlaufen der Autobahngebühren durch eine rasante Zunahme kleinerer und die Abnahme größerer Lastwagen geführt. Statt den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, gebe es erste Anzeichen dafür, dass die Mautpflicht „sogar zu zusätzlichem LKW-Verkehr“ führe, kritisierte der Verband. Er forderte die Bundesregierung daher auf, die Mautpflicht bereits ab 3,5 Tonnen Gewicht einzuführen. Genährt werden die Überlegungen durch die Halbjahresstatistik des Kraftfahrtbundesamtes für Neuzulassungen im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2004. Dort heißt es: „Die an die Mautpflicht angrenzende LKW-Sparte (7,5 bis 12 Tonnen) nahm mit 36,9 Prozent auffallend deutlich zu.“ Bei den Neuzulassungen im Gewichtsbereich 12 bis 18 Tonnen kam es dagegen zu einem Rückgang von gut fünf Prozent. Der Geschäftsführer der Organisation, Dirk Flege, erklärte: „Was vorher in einem einzigen schweren LKW transportiert worden ist, wird durch die 12-Tonnen-Maut-Grenze vermehrt auf kleinere LKW verteilt.“ Die Zahl der Fahrten nehme dadurch zu - „umweltpolitisch ein Trend in die völlig falsch Richtung“. (dpa)
Allianz pro Schiene: Maut führt zu mehr LKW-Verkehr
Verband fordert die Mautpflicht für LKW ab 3,5 Tonnen