Saarbrücken. Das internationale Forum für Logistik und Produktions-Management fand am 9. und 10. März in Saarbrücken statt und stand unter dem Motto "Force Collaboration"; passend dazu propagierten sowohl Autohersteller als auch Zulieferer eine stärkere Zusammenarbeit. "Das einfache Sparen führt nicht mehr zum Ziel", betonte Klaus Schmidt vom Expertenkreis AKJ Automotive, dem Veranstalter. Gleichzeitig mit dem Kongress jährte sich das Bestehen des AKJ (Arbeitskreis Just-in-time) zum zwanzigsten Mal. Das Thema lagerlose Belieferung bleibt dennoch aktuell. So berichteten Logistikverantwortliche von Opel über Pläne, den Radius von Just-in-time-Transporten künftig bis weit nach Osteuropa auszudehnen. Im Rahmen des Branchenevents wurde zum sechsten mal der E-Logistics Award für innovative elektronische Werkzeuge verliehen. Prämiert wurde die Lösung "Digitale Logistikplanung" von DaimlerChrysler. Mit Hilfe der Software können Logistikverantwortliche alle Ressourcen und Abläufe komplett im Rechner planen. Das Werkzeug soll unternehmensweit eingesetzt werden, und die Logistik über Werksgrenzen hinweg transparenter machen.
AKJ-Kongress: Sparen alleine reicht nicht
Mehr Rückrufe, lahmender PKW-Absatz, ausufernde Produktpaletten – an Herausforderungen mangelt es in der Automobilindustrie derzeit nicht. Entsprechend groß ist das Interesse an Lösungen: Mit 450 Besuchern verzeichnete der diesjährige AKJ-Kongress einen kleinen Besucherrekord.