Guangzhou. Das Projekt Air Bleu, einer zwischen China Southern Airlines und Air France-KLM vereinbarten Frachtfluglinie, steht vor dem Aus. Wie es aus Quellen von China Southern dazu heißt, hat die im chinesischen Guangzhou (Kanton) beheimatete Gesellschaft das Thema auf Eis gelegt. Ursprünglich sollte Air Bleu bereits vergangenes Jahr an den Start gerollt sein, um Frachtflüge zu internationalen Zielen anzubieten. Auch war über die Kapitalbeteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen Einigkeit zwischen den Partnern erreicht worden. Danach sollte China Southern 75 Prozent und Air France-KLM 25 Prozent an der Cargotochter halten. Die zuvor vereinbarten Investitionen in Flotte, Personal und Bodeninfrastruktur wurden aber nicht getätigt. Mit Air Bleu wollte das in der Allianz Skyteam Cargo vereinte Duo China Southern und AF-KLM vor allem Jade Cargo Konkurrenz machen, an der Lufthansa Cargo 25 Prozent der Anteile hält. Ebenso wie Jade betrachteten auch die Projektbetreiber von Air Bleu die Perlflussregion mit den Millionenmetropolen Hongkong, Shenzhen und Guangzhou als ihren potenziellen Heimatmarkt. Nach dem von China Southern gegenüber ihren Skyteam-Partnern jetzt signalisierten vorläufigen Aus für eine gemeinsame Frachttochter bezweifeln Luftfrachtexperten, dass die Pläne jemals wieder belebt werden. (hs)
Air Bleu vor Scheitern
Das Projekt Air Bleu, einer zwischen China Southern Airlines und Air France-KLM vereinbarten Frachtfluglinie, steht vor dem Aus