Berlin. Die deutschen Flughäfen hatten den schlechtesten Jahresstart seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2009. Das verkündete Ralph Beisel, der Chef des Flughafenverbands ADV, bei der Frühjahrestagung des Verbands in Berlin. „Die aktuelle Verkehrsentwicklung an den Flughäfen ist alarmierend“, sagte Beisel.
In den ersten zwei Monaten des Jahres 2013 ist die Nachfrage spürbar zurückgegangen. Das zeigten die Zahlen, die der ADV bei der Tagung vorlegte. Die umgeschlagene Luftfracht inklusive Luftpost ist demnach um 0,3 Prozent zurückgegangen, die Flugbewegungen reduzierten sich deutlich um 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Einen Grund für die schlechten Zahlen sieht ADV-Chef Beisel darin, dass Fluggesellschaften im Rahmen von Konsolidierungen Flugziele und Frequenzen gestrichen hätten. „Waren vor Jahresfrist vor allem Regionalflughäfen von den Rückgängen betroffen, trifft es zunehmend alle Flughäfen“, betonte Beisel. Im innerdeutschen und europäischen Verkehr käme es zu drastischen Rückgängen. Ein harter Konkurrenzkampf, hohe Kerosinpreise und die Luftverkehrssteuer belaste die Flughäfen noch weiter, klagte der Verband. (hst/dpa)