ADAC: Hochwasserschäden an Straßen rund 1,2 Milliarden Euro

29.08.2002 16:44 Uhr

Infrastruktur erst in drei Jahren komplett wiederhergestellt, schätzt der Verband

Der Wiederaufbau der vom Hochwasser zerstörten Straßen und Brücken in Deutschland wird nach Einschätzung des ADAC bis zu 1,2 Milliarden Euro kosten. Zudem werde es bis zu einem halben Jahr dauern, bis die schlimmsten Schäden am Straßennetz beseitigt seien, teilte der Automobilclub am Donnerstag in München mit. Bis zu drei Jahre würden vergehen, ehe die Infrastruktur komplett wiederhergestellt sei. In dieser Zeit müssten sich die Autofahrer in den betroffenen Regionen auf Baustellen und Umleitungen einrichten. Am glimpflichsten sind die Autobahnen weggekommen, die größten Schäden sind an den Bundes-, Staats-, Landes- und Kreisstraßen entstanden. Auch zahlreiche Brücken, Ampelanlagen, Wegweiser und Verkehrsschilder müssten komplett erneuert werden. Sowohl der Wiederaufbau als auch die Umleitungen müssen nach Ansicht des ADAC intelligent geplant und umgesetzt werden. So müssten die Arbeiten an den wichtigen Verkehrspunkten beginnen. Umleitungen müssten täglich neu überdacht und den aktuellen Verhältnissen angepasst werden. Derzeit nicht realistisch einschätzbar sind nach Angaben des ADAC die Schäden an den Versorgungsleitungen im Untergrund der Straßen. (vr/dpa)

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