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Über die Hälfte der Transport- und Logistikbetriebe in Kurzarbeit

© Foto: Ridofranz/Istock

Das Ifo-Institut hat Unternehmen aus allen Branchen zur Kurzarbeit im April befragt. Die Zahlen schlagen laut den Forschern die Zahlen aus der Finanzkrise bei Weitem.

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München. Über die Hälfte der Betriebe in der Transport- und Logistikbranche in Deutschland hatten im April 2020 Kurzarbeit angemeldet. Das geht aus der Ifo-Konjunkturumfrage hervor. Das Ifo-Institut hat dafür Unternehmen verschiedener Branche gefragt.

Im Bereich Landverkehr und Transport in Rohrfernleitungen versuchen 51 Prozent der Unternehmen sich mit Kurzarbeit durch die Corona-Krise zu retten. Hier zählt allerdings auch die Personenbeförderung dazu. Im Segment Lagerei und Erbringung sonstiger Dienstleistungen für den Verkehr sind es laut der Umfrage 55 Prozent. 56 Prozent der Post-, Kurier- und Expressdiente haben ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Damit liegen diese Branchen ganz leicht über dem Durchschnitt aller Branche, der bei 50 Prozent liegt.

Schlechter sieht es in der Schifffahrt (63 Prozent) und in der Luftfahrt (91 Prozent) aus. Hier zählt allerdings auch der deutlich gebeuteltere touristische Personenverkehr dazu. Zahlen für den reinen Frachtbereich hat das Ifo-Institut für diese Branchen nicht erhoben.

Weniger Kurzarbeit bei Entsorgern

Besser scheint es den Entsorgungs- und Recyclingunternehmen zu gehen: Im Segment „Sammlung, Behandlung, Beseitigung von Abfällen; Rückgewinnung“ haben 28 Prozent der Betriebe Kurzarbeit angemeldet.

Die Kurzarbeit trifft laut Ifo-Institut Beschäftigte in fast allen Branchen in Deutschland. Spitzenreiter sind die Gastronomie mit 99 Prozent der Betriebe und die Hotels mit 97 Prozent. Besonders betroffen ist auch die Schlüsselbranche Automobilbau mit 94 Prozent der Firmen. „Das schlägt alle Zahlen aus der Finanzkrise von 2009“, sagt der Leiter der Ifo-Befragungen, Klaus Wohlrabe.  

Süddeutschland am stärksten betroffen

Ein Vergleich der Bundesländer über alle Branchen hinweg zeigt Unterschiede beim Anteil der Kurzarbeit. Am stärksten betroffen sind Bayern mit 54 Prozent und Baden-Württemberg mit 53 Prozent. Am Ende der Skala liegen die drei mitteldeutschen Länder Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit 43 Prozent sowie Rheinland-Pfalz und das Saarland mit 39 Prozent.

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