London. Wegen Preisabsprachen in Großbritannien muss Mercedes-Benz Strafe bezahlen: Wegen Wettbewerbsverstößen in drei verschiedenen Fällen beim Verkauf von Vans und LKW müssen der Autohersteller und drei britische Händler – Ciceley, Road Range und Enza – insgesamt 2,6 Millionen Britische Pfund (3 Millionen Euro) zahlen. Das teilte die britische Aufsichtsbehörde OFT (Office of Fair Trading) am Donnerstag mit.
Auf Daimlers Großbritannien-Tochter Mercedes-Benz UK entfällt demnach mit 1,5 Millionen Pfund (1,7 Millionen Euro) ein großer Teil der Strafe. Ein vierter Händler, Northside, der zuerst mit der Behörde kooperiert und Beweise geliefert habe, könne bei weiterer Zusammenarbeit um eine Strafe herumkommen.
Laut OFT stammen die Verstöße aus den Jahren 2008 bis 2010 und beziehen sich auf den Verkauf von Vans und LKW. Die Händler sind wesentlich in den Bereichen Nordengland, Wales und Schottland aktiv. Neben Preisabsprachen hätten die Daimler-Tochter und die Händler auch Geschäftsgeheimnisse ausgetauscht.
Mercedes-Benz UK bedaure den Vorfall und habe viel daraus gelernt, hieß es in einer Mitteilung der britischen Daimler-Tochter. Das Unternehmen habe in den vergangenen drei Jahren mit den Behörde kooperiert. Durch die mit der OFT erzielte Einigung sei der Fall abgeschlossen. Die vereinbarte freiwillige Strafzahlung ist 15 Prozent geringer als die Strafe, die bei weiterer Verfolgung fällig geworden wäre, teilt die OFT mit. (dpa/diwi)
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