Raststätte

Die Gastronomie-Gewerkschaft NGG fordert, Raststätten zurück in staatliche Hand zu bringen

©Armin Weigel/dpa/picture-alliance

Gewerkschaft fordert: Autobahnraststätten wieder verstaatlichen

Aus Sicht der Gewerkschaft hatte die Privatisierung vor 20 Jahren für Gäste und Personal zu viele negative Folgen.

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München. Zum Beginn der Sommerreisezeit fordert die Gastronomie-Gewerkschaft NGG eine Rückverstaatlichung der deutschen Autobahnraststätten. Aus Sicht der Gewerkschaft hatte die Privatisierung vor 20 Jahren für Gäste und Personal gleichermaßen negative Folgen: „Während Reisende sogar für den Toilettengang mit 70 Cent zur Kasse gebeten werden, arbeiten Beschäftigte teils unter prekären Bedingungen”, kritisierte der bayerische NGG-Landesvorsitzende Mustafa Öz am Sonntag. 

Trotz hoher Preise in den Raststätten würden die Mitarbeiter nur nach Mindestlohn bezahlt. Zu den Missständen zähle fehlendes Personal, sagte Öz. „Wenn drei Reisebusse Halt auf einmal machen, dann ist eine Hand voll Service-Mitarbeiter völlig überlastet.” Im Zuge der Privatisierung habe die Firma Tank & Rast bundesweit fast alle Konzessionen für den Betrieb der Raststätten entlang der Autobahnen erhalten. Ein Großteil sei an Pächter vergeben, die die teuren Lizenzen erwirtschaften müssten. „Das führt zu extremen Preisen für die Autofahrer - und zur Lohndrückerei bei den Beschäftigten”, kritisierte der Gewerkschafter. 

Die NGG fordert deswegen, die Raststätten in staatliche Hand zurückzubringen. Spätestens mit dem Start der bundeseigenen Autobahn GmbH im Jahr 2021 sollten auch die Raststätten wieder Teil des öffentlichen Versorgungsnetzes werden. (dpa)

Weitere Berichte zu diesem Thema finden Sie in unserem Special VERKEHRSINFRASTRUKTUR BAU & FINANZIERUNG.

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