Logistik Hall of Fame: BGL-Ehrenpräsident Grewer aufgenommen

30.09.2013 09:55 Uhr
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BGL-Ehrenpräsident Hermann Grewer zieht 2013 in die Logistik Hall of Fame ein
©Foto: Logistik Hall of Fame/Lena Manteuffel

Hermann Grewer zieht in die Logistik Hall of Fame ein. Der Spediteur und langjährige BGL-Präsident hat sich um das Transport- und Logistikgewerbe verdient gemacht.

München. Die Ruhmeshalle der Logistik nimmt ein neues Mitglied auf: Hermann Grewer. Der Ehrenpräsident des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) zieht als 17. Mitglied in die Logistik Hall of Fame ein. Die Jury, in dem auch die VerkehrsRundschau vertreten ist, würdigt damit das Wirken des Speditionsunternehmers „als maßgeblicher Mitgestalter der Liberalisierung und Vollendung des europäischen Straßengüterverkehrs im EU-Binnenmarkt“.

Grewer habe erfolgreich für faire Wettbewerbsbedingungen in Europa als Basis einer leistungsfähigen, mittelständischen Transportlogistik gekämpft. Durch seine Weichenstellungen ermöglichte der gebürtige Braunschweiger Tausenden von Transport- und Logistikunternehmen das Überleben sowie sichere und zuverlässige Logistikdienstleistungen in einem liberalisierten Markt, begründen die 36 Juroren aus Medien, Wissenschaft, Politik, Verbänden und Unternehmen ihre Entscheidung.

Mautharmonisierung erstritten

„Mit Hermann Grewer hat sich ein Mann durchgesetzt, dem die Logistik zu verdanken hat, dass ein leistungsfähiger Mittelstand bis heute Kern des deutschen Straßengüterverkehrs geblieben ist“, erläutert Jury-Vorsitzende Anita Würmser die Entscheidung. Grewer erwarb sich den Ruf als kompetenter, verlässlicher und durchsetzungsstarker Vertreter der Transportlogistik in den Gesprächen mit Spitzenpolitikern auf deutscher und europäischer Ebene. Er stellte die Weichen für eine einheitliche Interessenvertretung des Straßengüterverkehrs, als er in seiner 17-jährigen Amtszeit als BGL-Präsident seinen Verband mit dem früheren Nahverkehrsverband BWE fusionierte, so die Jury. Mit dem Namen Hermann Grewer sei auch die politische Durchsetzung der Harmonisierungsforderung des deutschen Straßengüterverkehrsgewerbes im europäischen Wettbewerb eng verbunden. Ihm gelang es, ein Harmonisierungspaket in Höhe von 600 Millionen Euro durchzusetzen, welches nach der Einführung der LKW-Maut für eine Angleichung der Wettbewerbsbedingungen in Europa sorgte. „Ohne ihn hätte es die LKW-Maut ohne Harmonisierung gegeben“, rühmt der aktuelle BGL-Präsident Adalbert Wandt seinen Vorgänger.

Bundesverdienstkreuz aus den Händen von Peter Ramsauer

Ein freundschaftliches Verhältnis verbindet Grewer auch mit Peter Ramsauer. Der Bundesverkehrsminister verlieh dem 70-Jährigen Anfang des Jahres in Berlin das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Der CSU-Politiker würdigte vor allem das langjährige Engagement des Oldtimer-Fans in den Bereichen Transport und Verkehr. Besonders hervorzuheben seien Grewers Verdienste bei der Förderung der Aus- und Weiterbildung im Transportlogistikgewerbe, der Verbesserung der Arbeitsbedingungen des Fahrpersonals sowie der Mitbegründung der Logistics Alliance Germany, die den Logistik­standort Deutschland in der Welt bekannt machen soll. „Das Denken an andere und das Handeln für andere war und ist stets Verpflichtung und hohes Gut“, beschreibt Ramsauer das Wirken Grewers.

Die Ruhmeshalle der Logistik

In die Logistik Hall of Fame werden jedes Jahr Persönlichkeiten aufgenommen, die sich um die Weiterentwicklung von Logistik und Supply Chain Management außergewöhnlich verdient gemacht haben. Neue Mitglieder werden von einer unabhängigen Jury, in der auch die VerkehrsRundschau vertreten ist, gewählt. Die feierliche Aufnahme findet am 5. Dezember wieder im Bundesverkehrsministerium statt. Bisher schafften 16 verdiente Logistiker den Einzug in die virtuelle Ruhmeshalle (www.logistik-hall­-of-fame.de). Darunter der BLG-Vorstandsvorsitzende Detthold Aden, der Unternehmer und Logistikmäzen Klaus-Michael Kühne sowie die Kontraktlogistik-Pioniere Heinz Fiege und Hugo Fiege. Logistik-Wegbereiter Hanspeter Stabenau hat einen Platz in der Ruhmeshalle, ebenso wie eine Reihe von Professoren. Postum in die prominente Runde gewählt wurden der Organisator der Berliner Luftbrücke William Tunner, Gottfried Schenker, Pionier des Kombinierten Verkehrs, Eugene Clark, Erfinder des Gabelstaplers, Malcom McLean, Vater der Containerisierung, und der japanische Just-in-time-Erfinder Taiichi Ohno. (ak)

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