Am Rande: Benimmwächter fordern taktvolleren Umgang mit dem Smartphone

14.09.2011 11:53 Uhr
Smartphone
Handys und Smartphones sind praktische Erfindungen. Allerdings sollte man es mit der Nutzung nicht übertreiben
© Foto: photos.com/Francesco Ridolfi

Wer mit anderen Menschen spricht, sollte nicht gleichzeitig E-Mails schreiben oder in sozialen Netzwerken surfen

Hamburg. Sie sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken: Handys, Smartphones, Tablet-PCs. Doch nicht jeder geht mit ihnen angemessen um. Der "Arbeitskreis Umfangsformen International" (AUI) hat deshalb nun einige Grundregeln formuliert, die nach Ansicht der Benimmwächter bei der Nutzung moderner Kommunikationsformen zu beachten sind. Dies fängt schon bei der ersten Präsentation des Gerätes an.

"Legen Sie Ihr Handy nicht auf den Tisch, wenn Sie mit jemanden im Gespräch sind", rät der AUI mit Nachdruck. Denn dies signalisiere: "Ich bin jederzeit bereit, die Unterhaltung mit Ihnen zu unterbrechen". Ferner verberge sich dahinter die unterschwellige Botschaft: "Du bist mir unwichtig". Darüber hinaus sei es unschicklich, ein Gespräch oder den Blickkontakt zu unterbrechen, um das Handy hervorzuholen und eine eingegangene SMS zu lesen oder zu schreiben. 

Genauso unhöflich ist es nach Ansicht des Arbeitskreises, im Gespräch mit einem Smartphone oder Tablet-PC zu hantieren. "Zeigen Sie Ihrem Gegenüber Ihre Wertschätzung, indem Sie darauf verzichten, sich während der Zeit des Gesprächs um soziale Netzwerke zu kümmern, im Internet zu surfen, E-Mails zu lesen oder zu schreiben, "nebenher" ein Video oder Musik laufen zu lassen oder gar Ihre Aufmerksamkeit einem Spiel zu widmen", heißt es weiter. Das Internet sei lediglich dann zu nutzen, wenn die Gesprächsrunde davon profitiere, indem dort eine Information gesucht werde oder ein anderer Gesprächspartner darum bitte. Sollen als Gedankenstützte Gesprächsinhalte eingetippt werden, sei vorher zu fragen, ob das für andere in Ordnung sei. (sno)

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