Die Regierung Nordrhein-Westfalens stellt in einem Sofortprogramm zehn Millionen Euro für die Beseitigung der Frostschäden an den Landesstraßen zur Verfügung. Wie Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) am Montag in Kaarst mitteilte, können damit 50 Straßenabschnitte mit einer Länge von knapp 100 Kilometern in Stand gesetzt werden. Das Geld sei im Straßenbauhaushalt 2006 reserviert. „Unsere Straßen haben mächtig gelitten. Wir müssen sofort etwas gegen die gravierenden Deckenschäden tun”, sagte Wittke. Der Minister betonte, dass erstmals wieder mehr Geld für den Straßenbauhaushalt zur Verfügung stehe. Von den beantragten 133 Millionen Euro des Landesstraßenhaushalts seien 58 Millionen Euro für den Straßenerhalt gedacht. „Das wird nicht reichen, um an jeder Stelle in NRW die Straßen in Ordnung zu bringen”, konstatierte Wittke, der die Kosten für die gesamte Schädenbeseitigung auf rund 350 Millionen Euro bezifferte. „Der Zustand der Landesstraßen hat sich nicht in den letzten acht Monaten signifikant verschlechtert”, sagte er mit Blick auf die Vorgängerregierung. Der Landesbetrieb Straßenbau „Straßen.NRW” hat im Winter 2005/2006 mit dem Schneechaos im Münsterland im November 2005 insgesamt 40,5 Millionen Euro für den Winterdienst ausgegeben, rund 30 Prozent mehr als in der Saison zuvor. Der Arbeitsaufwand nahm um 22 Prozent zu. „Da ist eine exzellente Arbeit geleistet worden”, betonte Wittke. Der Aufwand habe sich gelohnt. Nach einer Studie des ADAC verzeichnet NRW im Vergleich mit allen Bundesländern den relativ kleinsten Anteil der Unfälle mit Verletzten mit der Ursache „Eis- und Schneeglätte”. (dpa/lnw)
Zehn-Millionen-Sofortprogramm gegen Straßen-Winterschäden
Abhilfe von gravierenden Deckenschäden