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Verkehrsgewerbe Niedersachsen gegen Sperrung überörtlicher Straßen

Viele Straßen sind für LKW-Durchgangsverkehre gesperrt
© Foto: ddp/Jens Schlueter

Verband gibt gemeinsame Erklärung mit der IHK Lüneburg-Wolfsburg heraus / Sperrungen kaschieren fehlenden Infrastrukturausbau


Datum:
10.02.2011
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Hannover. Der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) und die IHK Lüneburg-Wolfsburg setzen sich gemeinsam gegen eine wachsende Zahl von Sperrungen überörtlicher Straßen für den LKW-Durchgangsverkehr in Niedersachsen ein. Aus diesem Grund haben die Interessensvertreter eine gemeinsame Erklärung verfasst, die der Politik vorgelegt werden soll. "In Folge kommunal motivierter Sperrungen ist binnen kurzer Zeit ein Flickenteppich zahlreicher Verbotsstrecken entstanden. Es gibt kein abgestimmtes Gesamtkonzept und geeignete Ausweichstrecken fehlen", beschreibt IHK-Vizepräsident Hubertus Kobernuß das Problem. Auslöser für den Vorstoß sind verschiedene Sperrungen von Bundes- und Landesstraßen, zum Beispiel im Raum Lauenburg/Lüneburg.

"Die Sperrungen kaschieren lediglich den unzureichenden und unterfinanzierten Infrastrukturausbau", betont auch GVN-Geschäftsführer Gerhard Ibrügger. Nach Ansicht von GVN und IHK stehen die Sperrungen im Widerspruch zum Verkehrszweck von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, den Bedürfnissen der Wirtschaft und einer aktiven Stärkung der regionalen Wirtschaftsstrukturen.

Um Sperrungen künftig zu vermeiden, besteht laut GVN und IHK vor allem die Notwendigkeit, die Autobahnen weiter auszubauen und so zu vermeiden, dass viel Verkehr auf Ausweichstrecken drängt. Darüber hinaus müssten bereits im Bundesverkehrswegeplan enthaltene Ortsumgehungen umgesetzt und so der Verkehrsfluss gefördert werden, so die Erklärung.

Auch in Bayern hatten bereits im Herbst mehrere Spediteure und Transportunternehmen sowie die Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) Ministerpräsident Horst Seehofer dazu aufgefordert, die Sperrung von Bundesstraßen für Lastwagen im Freistaat aufzuheben. Es sei nicht hinnehmbar, dass "das Land mit einem unübersehbaren Fleckenteppich von Durchfahrverboten und Ausnahmeregelungen überzogen" wird, schrieben die Präsidenten des Landesverbandes Bayerischer Spediteure, des Landesverbandes Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen und der IHK Schwaben damals in einem Brief an Seehofer. (sno)

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