Kiel. Der Verkehr auf dem Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ist im November 2008 erstmals seit langer Zeit zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat hätten die künstliche Wasserstraße 3368 und damit 412 Schiffe weniger passiert, teilte am Freitag die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord mit. Das sei ein Rückgang von 10,9 Prozent. Grund sei die sich abschwächende Wirtschaftslage. Auch das Ladungsvolumen sank im Vergleich zum November 2007 um 6,85 Prozent auf 8,26 Millionen Tonnen. Im Jahresvergleich verzeichnen die Statistiker noch einen Zuwachs. Bis November stieg die Tonnage zum Vorjahreszeitraum um 9,2 Prozent auf 99,17 Millionen Tonnen. „Die allgemein schwächere Wirtschaftslage kann kurzfristig zu einem weiteren Rückgang der Transportnachfrage im Nord-Ostsee-Verkehr führen und im Zusammenspiel mit den zurzeit sehr niedrigen Treibstoffpreisen zu weiter sinkenden Schiffspassagen im NOK“, sagte der Leiter des Dezernats Schifffahrt in der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord in Kiel, Jörg Heinrich. Er betonte, dass die jüngsten Entwicklungen keine Auswirkungen auf die Ausbauvorhaben am NOK hätten. Auf dem NOK sind vor allem Mehrzweckfrachter, Containerschiffe und Tanker unterwegs. Die Größe der Schiffe würden stetig zunehmen, hieß es weiter. Die Bruttoraumzahl (BRZ) eines Durchschnittsschiffes im Gesamtverkehr auf dem NOK beträgt derzeit 4104. Im November 2007 hatte die BRZ noch bei 3868 gelegen. (dpa)
Verkehr auf Nord-Ostsee-Kanal geht erstmals zurück
Trotzdem soll ein Ausbau wie geplant stattfinden