Wien (Österreich). Professor David Simchi-Levi vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) stellte Ende Juni auf dem 7. Meeting der europäischen Sektion des MIT-Forums Supply Chain Innovation in Wien seine neuesten Forschungsergebnisse zu den Unterschieden in den europäischen und US-amerikanischen Supply Chains da. Demnach setzen europäische Supply Chains wesentlich stärker auf Kosten, während das Ziel von US-amerikanischen Supply Chains eher das Erzielen von Kundenutzen sei. Diese unterschiedlichen Zielsetzungen zeigten sich laut Simchi-Levi auch in den Messgrößen. Bei den europäischen Unternehmen dominierten Bestands- und Kostenmessgrößen, während die US-amerikanischen Unternehmen stärker kundenbezogene Kennzahlen zur Messung ihrer Supply Chains einsetzten. In dem 2002 gegründeten MIT Forum for Supply Chain Innovation erarbeiten Akademiker, Forscher und Praktiker Ideen und praktische Handlungsempfehlungen, um Geschäftsstrategien und Supply Chain Management zu verbinden. Das Forum versteht sich selbst als „globale Wissensplattform im Bereich des Supply Chain Managements“ und ermöglicht nach eigenen Angaben seinen Mitgliedern, Vorteile aus der weltweit bekannten MIT-Forschung und den Forschungen der europäischen Partneruniversitäten, der Wirtschaftsuniversität Wien und dem Hasso Plattner Insititut in Potsdam zu ziehen. Weitere Informationen zum MIT Forum for Supply Chain Innovation unter http://supplychain.mit.edu/ (ak)
US-Unternehmen setzen mehr auf Kundennutzen
MIT-Wissenschaftler haben den Unterschied zwischen europäischen und US-amerikanischen Supply Chains erforscht