Umschlagmengen im Stettiner Hafen gehen zurück

21.03.2002 17:17 Uhr

Eigene Hafenvertretung in Berlin soll das Geschäft beleben

Um vier Prozent ging 2001 der Warenumschlag in Szczecin-Swinoujscie/Stettin-Swinemünde zurück, dem größten polnischen Hafen. Es wurden im Vergleich zum Jahr 2000 rund 20 Prozent weniger Holz, 11 Prozent weniger flüssige Brennstoffe und 9 Prozent weniger nicht containerisierte Stückgüter gelöscht oder eingeschifft. Zuwächse gab es nur im Umschlag von Getreide (19 Prozent) und Steinkohle (3 Prozent). Ungehalten sei man in Stettin, so Polens bedeutendste Tageszeitung, die Rzeczpospolita, in einem ausführlichen Bericht, über die schlechte Zusammenarbeit mit Berlin. Stettin ist der einzige Seehafen, der über die Oder und den Havel-Kanal eine direkte Wasserstraßenverbindung (140 km) mit der deutschen Hauptstadt hat. Dennoch stagniert der Warentransport auf diesem Wege seit längerem bei nicht ganz einer Million Tonnen jährlich und beschränkt sich weitgehend auf Steinkohle und Papier. Wegen langandauernder politischer Turbulenzen in Berlin, ständiger personeller Wechsel bei den entsprechenden Berliner Behörden, wie auch bei der Behala, der Betreiberin des Berliner Güterhafens, so die Zeitung weiter, können seit gut einem Jahr keine verbindlichen Vereinbarungen getroffen werden. Um die Zusammenarbeit zu beleben möchte Stettin möglichst bald eine eigene Hafenvertretung in Berlin einrichten. (vr/jt)

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