Grevenmacher. Ím ersten Halbjahr 2009 ist der Umsatz des Logistikdienstleisters Logwin um rund 25 Prozent auf 772,9 Millionen Euro (2008: 1,039 Milliarden Euro) zurückgegangen. Wie das Unternehmen mit Sitz im luxemburgischen Grevenmacher am Freitag mitteilte, lag auch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) vor Restrukturierung und außerplanmäßigen Firmenwertabschreibungen mit minus 5,3 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahreswert von 15,4 Millionen Euro. Als Reaktion auf die Entwicklungen des ersten Halbjahres sowie die schwierige wirtschaftliche Situation fährt Logwin derzeit umfangreiche Sparmaßnahmen. Eigenen Angaben zufolge werden in allen Geschäftsfeldern die Kosten reduziert – insbesondere im Personalbereich. Dazu zählt die weitgehende Beendigung von Zeitarbeit, die Einführung von Kurzarbeit und die Reduzierung der eigenen Mitarbeiterzahl. „Angesichts der angespannten Wirtschaftslage sind für den Logwin-Konzern ein effizientes Kostenmanagement und die Absicherung unserer stabilen Liquidität von zentraler Bedeutung“, sagte Berndt-Michael Winter, Vorsitzender des Logwin-Exekutivkomitees. Wirtschaftskrise trifft Geschäftsfelder unterschiedlich stark Nach Unternehmensauskunft beeinflussten die anhaltend schwache wirtschaftliche Entwicklung und die konunkturbedingten drastischen Volumenrückgänge die drei Geschäftsfelder des Logistikdienstleisters im Berichtszeitraum unterschiedlich stark. So verzeichnete Logwin im ersten Halbjahr 2009 im Geschäftsfeld Solutions einen Umsatz von 280,0 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2008: 366,4 Millionen Euro). Das Geschäftsfeld konnte die mitunter erheblichen Volumenrückgänge nur teilweise durch Kostensenkungen kompensieren und erreichte lediglich ein Ebit in Höhe von 0,3 Millionen Euro (2008: 6,9 Millionen Euro). Im selben Zeitraum sank der Umsatz im Geschäftsfeld Air + Ocean auf 200,3 Millionen Euro (2008: 269,0 Millionen Euro). Dieser Rückgang sei vor allem auf die erheblich gesunkenen See- und Luftfrachtraten zurückzuführen, erklärte Logwin. Das Ebit des Logistikunternehmens schrumpfte im Bereich Air + Ocean auf 6,9 Millionen Euro (2008: 10,3 Millionen Euro). Geringere Transportvolumina und ein drastischer Frachtratenverfall belasteten das Geschäftsfeld Road + Rail. Der Umsatz lag mit 319,7 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresergebnis (2008: 432,3 Millionen Euro). Trotz umfangreicher Maßnahmen zur Kostensenkung und zur Reduzierung der Kapazitäten im Transportgeschäft weist das Geschäftsfeld ein deutlich negatives Ebit vor Restrukturierung und außerplanmäßigen Abschreibungen von minus 9,8 Millionen Euro aus (2008: 1,2 Mio. Euro). Angesichts der unverändert schwachen konjunkturellen Entwicklung will sich das Unternehmen im weiten Verlauf des Jahres auf stabilitätsorientierte Maßnahmen zur Absicherung der Ertrags- und Liquiditätssituation konzentrieren. (ag)
Umsatz von Logwin bricht ein
Alle Geschäftsfelder des Logistikdienstleisters leiden unter angespannter Wirtschaftslage im ersten Halbjahr