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Studie: Wettbewerb um elektronische Post zieht an

Wird der Hybridbrief den klassischen Brief in naher Zukunft ablösen?
© Foto: Pixelio/S. Hofschläger

WIK prognostiziert Wachstum im Hybridbrief-Segment / Kunden sind gegenüber der Sicherheit bei der elektronischen Übermittlung noch skeptisch


Datum:
20.07.2010
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Bad Honnef. Der klassische Briefmarkt wird durch elektronische Varianten und Hybridpost zunehmend unter Druck geraten. Das ist das Ergebnis einer Marktstudie des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK), die Anfang August veröffentlich werden soll. Die Studie untersucht und analysiert die Marktentwicklung, Wettbewerber und die verschiedenen Geschäftsmodelle der Hybridpost in Deutschland sowie ihre Auswirkungen auf das traditionelle Briefgeschäft. Zuletzt hatte die Deutsche Post am 14. Juli ihr Produkt E-Postbrief vorgestellt.

Die durch eine Kombination von elektronischem und physikalischem Versand gekennzeichnete Hybridpost wird derzeit über drei Geschäftsmodelle angeboten: über Onlineportale, Individual-Lösungen für Großversender und internationale Hybridpost-Angebote. Onlineportale werden laut Studie vornehmlich von kleineren Unternehmen, Selbständigen und auch Privatkunden genutzt. Maßgeschneiderte Individual-Lösungen richten sich vor allem an Großkunden. Die internationalen Hybridpost-Angebote seien hingegen deshalb attraktiv, weil der Druck der Sendungen im Zielland erfolgt, wodurch die Briefe viel schneller ankommen.

Wesentliche Unterschiede im Angebot macht die Studie in Zusatzleistungen, der technischen Lösung der Datenübertragung und den Abrechnungsvarianten aus. Besonders die Zusatzoptionen, wie Einbindung von Logos oder die Wahl einer besonderen Papierqualität, könnten das traditionelle Briefgeschäft entscheidend beeinflussen. Für Großkunden bestehen die Besonderheiten in Zusatzleistungen wie Archivierung, Adressbearbeitung oder den Druck auf firmeneigenem Briefpapier. Außerdem sollen die Portoeinsparungen bei höheren Sendungsvolumen und die Zeitersparnis die Kunden vom herkömmlichen Brief abbringen. Für Privatkunden und kleinere Unternehmen zählen hingegen der eingesparte Aufwand für Drucken, Kuvertieren und Versand.

Das WIK hat außerdem die Preise von insgesamt 17 Onlineportalen miteinander verglichen. Die zugrunde gelegte Standard-Sendung umfasst den Preis für den Druck und die Zustellung einer Seite im Schwarz-Weiß-Druck. Auffällig bei der Auswertung: Zählte die Deutsche Post mit ihrem ersten Hybridpost-Angebot namens "Schreibcenter" zu den teuersten Anbietern auf dem Markt, orientiert sie sich bei ihrem aktuellen Angebot E?Post?Brief klar an ihren Mitbewerbern.

Allerdings, so heißt es in der Studie, sei es noch immer schwierig, die Kunden von der elektronischen Übermittlung ihrer Daten zu überzeugen. Nicht immer vertraue die Klientel auf die Sicherheit ihrer Inhalte bei der Übermittlung. Trotzdem erwartet das WIK ein erhebliches Wachstum der Sendungsvolumen im Hybridpost-Markt. (ab)

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