Studie sagt Containerboom am Hafen Hamburg voraus

16.09.2008 09:46 Uhr
Hafen Hamburg
Der Hafen Hamburg profitiert weiterhin vom Containerboom (Bild: HHLA)
© Foto: HHLA

Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik stellt für Hafen Hamburg Verdreifachung des Containerumschlags bis 2025 in Aussicht

Hamburg. Der Hamburger Hafen könnte in den kommenden beiden Jahrzehnten noch stärker wachsen als bislang prognostiziert. Das berichtet der Norddeutsche Rundfunk über seinen Hamburg-Radiopropgramm „NDR 90,3“. Der Sender beruft sich auf eine Studie, die die Hamburg Port Authority (HPA) beim Bremer Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) in Auftrag gegeben hatte. Danach stellen die Bremer Experten dem Hamburger Hafen bis 2025 eine Verdreifachung des Container-Umschlags in Aussicht. Das entspräche rund 30 Millionen Standardcontainer (TEU) nach knapp zehn Millionen TEU, die der Elbe-Hafen 2007 bewegt hatte. Auf der anderen Seite geht das ISL für die kommenden 15 Jahre von einer Verringerung der jährlichen Zuwachsraten aus. Statt im zweistelligen Prozentbereich dürften sich diese im Durchschnitt der Jahre bei fünf bis sechs Prozent einpendeln. Hamburg wird, so das ISL, seinen Marktanteil am Containerumschlag in der Nordwest-Hafen-Range auf bis zu 36 Prozent steigern können. Der China-Verkehr, schon heute gut für ein Drittel des Containeraufkommens in Hamburg, werde auch in den nächsten Jahrzehnten eine führende Rolle spielen. Auch dürfte sich der Anteil der Leercontainer am Gesamtcontaineraufkommen deutlich erhöhen. Mit weiterem Wettbewerb muss der Elbe-Hafen nicht nur unter den Nordseehäfen rechnen. Die Häfen am Schwarzen Meer könnten in Zukunft von zunehmender Bedeutung für die großen Reeder werden. Die grundsätzlich guten Aussichten für Deutschlands größten Universalhafen treten für Hamburg jedoch nicht automatisch ein, mahnt das ISL. Wichtig sei, dass Hamburg seine Anstrengungen und Investitionen zum Ausbau des Hafens auf einem hohen Niveau festige. Zudem sei die erneute Elbfahrinnenanpassung Voraussetzung für die Absicherung der Wettbewerbsposition Hamburgs, so das ISL. (eha)

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