Berlin. Dies geht aus einer am Dienstag bekanntgewordenen Antwort der Bundesregierung an die FDP hervor. Ob es einen direkten Zusammenhang zwischen Einführung des Mindestlohns und „Marktaustritten“ von Wettbewerbern der Deutschen Post AG gebe, ließ die Regierung offen. Darüber liegen nach Angaben des Arbeitsministeriums keine Informationen vor. Die FDP dagegen führt den Stellenabbau auf den Post-Mindestlohn zurück. Seit Januar seien der Bundesnetzagentur „57 Marktaustritte mit insgesamt 5693 Arbeitsplätzen“ angezeigt worden, heißt es in dem Schreiben. Gründe dafür seien in 27 Fällen das „Erlöschen der Firma“, die Geschäftsaufgabe oder die Zurückgabe der Lizenz gewesen sowie in 30 Fällen die Insolvenz. Über die Arbeitsplatzentwicklung bei Briefdiensten insgesamt seit Jahresbeginn lägen keine Daten vor.
Seit Jahresbeginn 5700 weniger Stellen in Postbranche
In der Postbranche sind seit Einführung des gesetzlichen Mindestlohns Anfang dieses Jahres annähernd 5700 Stellen verloren gegangen.