Paris. Seit inzwischen neun Monaten herrscht bei den französischen Transportunternehmen, die für fremde Rechnung arbeiten, eine zunehmend negative Stimmung vor. Sie fürchten eine neuerliche Verlangsamung ihrer Aktivitäten mit Gewinneinbußen im Gefolge. Dies geht aus der jüngsten Bestandsaufnahme der Gewerbeverbandes Fédération nationale des transports routiers (FNTR) hervor. Die Einschätzungen bezüglich der weiteren Zukunft der Betriebe seien im letzten Quartal auf den Stand von vor drei Jahren zurückgefallen, heißt es darin.
Als relativ dynamischte Wirtschaftssektoren, wenn auch mit geringfügigem Wachstum, hätten sich in diesem Zeitraum gleichwohl die Bereiche Industrie, Einzelhandel und großflächiger Lebensmittelvertrieb erwiesen. Schwieriger habe sich dagegen das Transportgeschäft im Baugewerbe gestaltet. Die größte Sorge bereite den Unternehmendie weitere Erhöhung der Treibstoffpreise. Diese sind binnen eines Jahres um 17,5 respektive 15 Prozent gestiegen, was sich als Belastung direkt auf die Betriebskosten niederschlage. Der Dieselpreis erhöhte sich im letzten Quartal laut FNTR um 3,3 Prozent.
Trotz dieser Zusatzbelastungen sähe sich der Straßengütertransport gezwungen, weiter neues Personal einzustellen, allem voran Lkw-Fahrer, an denen in Frankreich seit längerem ein großer Mangel herrscht. Alles in allem hätten sich die Aktivitäten der Branche auf ihren Hauptmärkten im letzten Vierteljahr „stabilisiert“, erklärte FNTR-Vorstand Jean-Christophe Pic. Zu Optimismus für die bevorstehenden Monate bestehe jedoch kein Anlass. (jb)