Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) beförderte im Vorjahr 86,4 Millionen Gütertonnen und damit um zwei Prozent mehr als ein Jahr zuvor. 71 Prozent dieses Volumens entfielen auf den Wagenladungsverkehr, 28 Prozent auf den Kombinierten Verkehr. Der Stückgutverkehr war mit einem Prozent unbedeutend. Zu den wichtigsten Gütergruppen zählten Bergbauprodukte, die fast ein Drittel des Wagenladungsverkehrs ausmachten, landwirtschaftliche Produkte und Holz. Als Sorgenkind bezeichnet Vorstandsdirektor Ferdinand Schmidt den Stückgutverkehr, weil damit nur geringe Profite erzielt werden. Da Spediteure in diesem Segment in einer ähnlichen Situation seien, möchte er mit ihnen kooperieren. Damit verlässt Schmidt den von Ex-ÖBB-Generaldirektor Helmut Draxler vorgegebenen Konfrontationskurs. An einen Verkauf des Tochterunternehmens Speditionsholding AG denkt die ÖBB aber nicht. (vr/rv)
ÖBB-Güterverkehr legt weiter zu
Wichtige Gütergruppen sind Bergbauprodukte, landwirtschaftliche Produkte und Holz