Das Luftschiffunternehmen CargoLifter ist erneut ins Gerede gekommen. Spekulationen entstanden laut Zeitungsberichten zum einen durch eine Reduzierung des Aktienvolumens des CargoLifter-Anteilseigners Global Transport Systems (GTS) von 6,2 auf 3,9 Prozent. Die Transaktion ist den Meldungen zufolge außerbörslich mit einem strategischen Finanzinvestor vereinbart worden. Schnell habe sich jedoch herausgestellt, dass die beiden Hauptgesellschafter der GTS der Vorstandsvorsitzende Carl von Gablenz und Finanzvorstand Karl Bangert von CargoLifter sind. Außerdem sei die GTS neben dem britischen Fonds Henderson Investors einziger bekannter Großaktionär von CargoLifter. Nach Mitteilung des Aufsichtsrats von CargoLifter sind die Mittel aus der Transaktion in Höhe von 2,5 Millionen Euro zur Rückzahlung eines kreditfinanzierten Anteils der GTS an der CargoLifter Network GmbH verwendet worden. Dieser Gesellschaftsanteil sei im Frühjahr 2000 gegen Aktien an die CargoLifter AG gegangen. Die Vorstände hätte von dem Aktienhandel nicht profitiert. Zweifel seien zweitens auch an einem auf der Hauptversammlung mitgeteilten Geschäftserfolg von CargoLifter aufgetaucht. Dort hatte es geheißen, das Unternehmen habe seinen ersten Transportballon CL 75 Aircrane an die Heavy Lift Canada Inc. verkauft. Jetzt sei allerdings bekannt geworden, dass CargoLifter der einzige Anteilseigner der zu Jahresbeginn gegründeten Firma ist. CargoLifter halte nach eigenen Angaben 20 Prozent des Unternehmens, 80 Prozent gehörten den kanadischen Logistikexperten John Angus und Pete Jess sowie kleineren Teilhabern. (vr/jk)
Neue Spekulationen um CargoLifter
Die Luftschiff-Bauer müssen einen Aktienhandel und einen Geschäftserfolg erklären