Moskau. Für den Straßenbau werden in die russischen Hauptstadt 2010 nur 38 Milliarden Rubel (885 Millionen Euro) zur Verfügung stehen – was einem Drittel der entsprechenden Summe des Vorkrisenjahres 2008 entspricht. Bereits 2009 hatten die Moskauer Straßenbauer nur noch 56,4 Milliarden Rubel (1,315 Milliarden Euro) zur Verfügung gehabt. Trotz der schrumpfenden Mittel treibt die Stadtregierung den Bau des sogenannten Vierten Ringes voran, einer 74 Kilometer langen ampelfreien Stadtautobahn. Im Osten der Metropole ist der Bau eines ersten vier Kilometer langen Abschnitts bereits im Gange. Dort sollen einige tausend Stellplätze in einem mehrstöckigen Bauwerk über der Autobahn untergebracht werden – als Ersatz für private Garagen, die dortige Anwohner durch den Autobahnbau verloren haben. Für die übrigen Strecke wird gegenwärtig geprüft, inwieweit sie unterirdisch verlaufen soll. Möglicherweise wird der Moskwa-Fluss mit einem sieben Kilometer langen Tunnel gequert. Moskaus Chef-Architekt Alexander Kusmin erklärte, dass der unterirdische Straßenbau in Moskau mit der Zeit billiger werde als zu ebener Erde. Bei Tunnelbauten entfiele das höchst aufwendige Neuverlegen der diversen Leitungsstränge, die knapp unterhalb der Oberfläche die Trassenführung kreuzen. (ld)
Moskau kürzt Straßenbau-Budget auf ein Drittel des Vorkrisen-Etats
Trotzdem zeigen sich Fortschritte beim Autobahn-Großprojekt in Russlands Hauptstadt / Wegen der Wirtschaftslrise streicht Russland den Verkehrsetat zum zweiten Mal in Folge