Lufthansa-Frachttochter sieht Existenz ohne Nachtflüge in Gefahr

16.02.2009 10:06 Uhr
ddp
Lufthansa Cargo fürchtet um die Existenz
© Foto: ddp

Ohne Möglichkeit von Nachtflügen von und nach Frankfurt sieht die Lufthansa Cargo ihre Existenz in Gefahr

Frankfurt/Main. Ohne Möglichkeit von Nachtflügen von und nach Frankfurt sieht die Lufthansa Cargo ihre Existenz in Gefahr. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa-Frachttochter, Carsten Spohr, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstagsausgabe). Ausweichmöglichkeiten auf andere Flughäfen gebe es nicht. „Frankfurt als Europas größter Frachtflughafen und Nummer sieben der Welt ist letztlich in Deutschland ohne Alternativen - auch und gerade nachts“, sagte Spohr. Zwar gebe es aktuell einen Einbruch im Geschäft, aber letztlich bleibe die Luftfracht eine Wachstumsbranche. Bei einem Stopp aller Nachtflüge seien nach dem Ergebnis einer Studie 3700 Arbeitsplätze gefährdet, allein bei Lufthansa Cargo 2100. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel (VGH) hatte Zweifel geäußert, dass die in der Baugenehmigung für die Flughafenerweiterung vorgesehenen 17 Nachtflüge Flüge einer rechtlichen Überprüfung standhalten. Die Lufthansa strebt 41 Nachtflüge an und hat deshalb gegen den Planfeststellungsbeschluss geklagt. Andere Gruppe verlangen ein generelles Nachtflugverbot. (dpa/ak)

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