Politik
Dänische Grenzkontrollen gestartet - Dänische Zöllner haben mit den international umstrittenen neuen Grenzkontrollen begonnen. Wie die Zollbehörde am Dienstag mitteilte, traten zunächst Beamte an den Grenzübergängen nach Schweden in Aktion. Später sollen auch am deutsch-dänischen Grenzübergang Frøslev (deutsch Fröslee) erste stichprobenartige Kontrollen durchgeführt werden. Dänemarks Regierung hat versichert, dass deutsche Sommerurlauber bei der Anreise keine Behinderungen befürchten müssten. Kopenhagen begründet die auf Druck der Rechtspopulisten erfolgte Wiedereinführung von permanenten Kontrollen durch Zöllner mit der Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität. Unter anderem die Bundesregierung und die EU-Kommission halten dies für eine Gefährdung der Reisefreiheit nach dem Schengener Vertrag der Union. Brüssel hat eine genaue Prüfung des neuen Kontrollsystems angekündigt. (dpa)
Stuttgart 21 - Stuttgart-21-Schlichter Heiner Geißler nimmt nie an Demonstrationen teil, weil er dort von einem Polizisten angefasst werden könnte. "Das kann ich nun überhaupt nicht leiden. Dann besteht die Gefahr, dass ich zurückschlage", sagte Geißler am Montag bei einer Gesprächsrunde an der Universität Tübingen. Deshalb beteilige er sich lieber an Diskussionen oder schreibe Bücher. Das sei sein Beitrag zur politischen Meinungsbildung. (dpa)
Wirtschaft
DAX-Position - MAN könnte nach der Übernahme durch Volkswagen auch aus dem DAX ausscheiden. Offen ist allerdings, wann es dazu kommen könnte. Die Zusammensetzung des wichtigsten deutschen Aktienindex wird vierteljährlich überprüft, das nächste Mal am 3. September. Die Deutsche Börse bestimmt die Mitglieder der prestigeträchtigen Liste der 30 wichtigsten Aktiengesellschaften in einem komplizierten Verfahren. Kriterien sind etwa die Menge der am Markt verfügbaren Aktien oder das Handelsvolumen des Papiers. Sollte Volkswagen nicht schnell zusätzliche Papiere über die jetzt erreichten 55 Prozent hinaus kaufen, dürfte sich an der DAX-Notierung vermutlich zunächst nichts ändern, heißt es aus Finanzkreisen. Jedenfalls noch nicht bei der nächsten Anpassungsrunde im September. (dpa)