- Schwellenländer wie China und Indien gewinnen aus Expertensicht nach der Konjunkturflaute weiter an Bedeutung für die Exportgroßmacht Deutschland. Die aufstrebenden Staaten dürften ihre Rolle als Wachstumstreiber für die deutschen Ausfuhren in leicht gedämpfter Form behalten und ihre Position im Vergleich zu den Industrieländern ausbauen, wie das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) am Montag in Berlin mitteilte. In der Krise hätten sich die Schwellenländer vergleichsweise robust entwickelt und teils große Konjunkturpakete aufgelegt. Risiken für die Erholung ergäben sich dagegen aus steigender Arbeitslosigkeit, die den Konsum dämpfe. Schon vor der Krise haben die Schwellenländer, zu denen unter anderem auch Polen und die Türkei gezählt werden, eine wichtigere Rolle gespielt. Ihr Anteil an den deutschen Ausfuhren erhöhte sich laut IW zwischen den Jahren 2000 und 2007 von 18 auf 25 Prozent. Profitieren dürften auch künftig vor allem Exporteure von Maschinen, Anlagen und Nutzfahrzeugen. (dpa) Personalie - Jürgen Harrer (35), bisheriger Leiter der Fraport-Pressestelle, wird neuer Chef der Unternehmenskommunikation. Er beerbt Dieter Weirich, der Ende März aus dieser Funktion ausscheidet und als freier Journalist und Medienberater nach Berlin geht, heißt es in einer Mitteilung. Harrer verantwortet künftig die gesamte Kommunikation, das Sponsoring sowie politische Grundsatzfragen und berichtet direkt an Vorstandschef Schulte. Seine Nachfolger als Leiter der Pressestelle wird der 57 Jahre alte gelernte Journalist Thomas Uber. (tk) Verkehr Umweltzone - Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hofft noch in dieser Woche mit der Stadt Hannover erste Ergebnisse im Streit um die Umweltzone zu erzielen. Rund eine Woche nach dem Urteil des Verwaltungsgerichtes Hannover befänden sich die Gespräche mit Oberbürgermeister Stephan Weil (SPD) noch in der «Anfangsphase», sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag. Sie seien sehr konstruktiv verlaufen. Über Details hätten beide Seiten zunächst Stillschweigen vereinbart. Das Gericht hatte vor einer Woche entschieden, dass die von Sander erlassene Entschärfung der Regelung für abgasreiche Autos nicht rechtens war. (dpa) Schifffahrt - Der Eisaufbruch auf der Oder flussaufwärts Richtung Frankfurt (Oder) ist am Montag vorerst eingestellt worden. "Das Eis fließt nicht ordentlich ab", sagte Sebastian Dosch, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamtes Eberswalde. Wahrscheinlich auch an diesem Dienstag (23.2.) würden die sogenannten Kopfeisbrecher pausieren. Inzwischen sorgen neun deutsche und polnische Eisbrecher auf dem Dammschen See bei Stettin (Szczecin) und bei Greifenhagen (Gryfino) dafür, dass die Schollen in Bewegung kommen und Richtung Ostsee wegschwimmen. Die Oder ist immer noch auf gut 150 Kilometer Länge zugefroren. Der Eisaufbruch erfordere Tauwetter, hieß es. (dpa)
Kurz vermeldet: 23. Februar 2010
Aktuelle Kurznachrichten und Unternehmensmeldungen des Tages