München. In den seltensten Fällen kommt eine Krise überraschend. Etwa wenn ein großer Kunde plötzlich Insolvenz anmeldet oder wenn ein wichtiger Mitarbeiter der Firma stirbt. Vielmehr kündigen sich die meisten Unternehmenskrisen lange vorher an. Sie kommen schleichend und Einflüsse von außen, wie die konjunkturelle Entwicklung, verschärfen nur die ohnehin vorhandenen und lange Zeit ignorierten Schwächen im Management oder in der Strategie der Firma.
In der täglichen Praxis überhören allerdings die meisten Unternehmer die Signale. Dass die Firma in der Krise steckt, nehmen sie erst wahr, wenn sie sich in der Liquidität niederschlägt. Dann aber ist es oft schon zu spät, um zu reagieren. „Untersucht man jedoch die Ursachen der Krise, erkennt man häufig, dass der Liquiditätskrise bereits eine Erfolgs- sowie auch eine strategische Krise vorausgegangen sind, diese aber nicht oder nicht rechtzeitig erkannt wurden“, heißt es in einem Internetportal für Unternehmer des Bundeswirtschaftsministeriums.
Auf welche Warnsignale Unternehmen achten sollten, welche Maßnahmen sie dann in die Wege leiten sollten, zeigt eine neue Serie der VerkehrsRundschau. Der erste Teil erscheint heute in der Ausgabe VR39/2013. Zusätzliche hilfreiche Checklisten zu dem Thema finden Sie im Internet im Bereich Studien + Dokumente unter www.verkehrsrundschau.de. (ah/eh)