Berlin. Nach dem Krisenjahr 2009 rechnen die Kurier-, Express- und Paketdienste wieder mit einem leichten Wachstum. Der Bundesverband Kurier-, Express- und Paketdienste (BIEK) erwartet aber, dass erst 2014 wieder „der alte Wachstumspfad beim Sendungsaufkommen erreicht sein wird". In diesem Jahr gehe man von einem Umsatz von 13,8 Milliarden Euro aus, der 2009 um 4,2 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro zurückgegangen war.
Nach Angaben des Verbandes ist das Volumen von KEP-Diensten 2009 um 2,5 Prozent auf 2,18 Milliarden Euro gesunken. In diesem Jahr werde wieder mit einem Aufkommen von 2,3 Milliarden Euro gerechnet. Erfreulich sei, dass die Zahl der Beschäftigten mit 348.500 trotz der Wirtschaftskrise nahezu stabil geblieben sei, betonte der BIEK-Vorsitzende Gunnar Uldall.
„Die Krise hat auch in der KEP-Branche Spuren hinterlassen. Doch die Unternehmen beweisen einmal mehr, dass sie der Konjunkturmotor für die deutsche Wirtschaft sind". Doch geht die BIEK-Spitze davon aus, dass die hohen Zuwächse aus der Vorkrisenzeit in absehbarer Zeit kaum zu erreichen sind.
Rücknahme der Mauterhöhung gefordert
BIEK-Vorstand Hans-Peter Teufers mahnte die Regierungskoalition, an der versprochenen Rücknahme der noch von der Großen Koalition beschlossenen Mauterhöhung für Euro-3-Lkw festzuhalten. „Unsere Branche braucht Planungssicherheit", betonte er auf Fragen der VerkehrsRundschau. Die erforderliche Rücknahme der Mauterhöhung dürfe deshalb nicht erst im Dezember kommen. Tags zuvor hatte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Frühjahrsmitgliederversammlung genutzt, um mit der Verbandsspitze über intelligente Verkehrskonzepte angesichts des erwarteten Güterverkehrszuwachses zu sprechen. „Wir unterstützen den logistikfreundlichen Kurs des Ministers", fasste Uldall das Gespräch zusammen. (jök)