Weißenbach/Liezen. Das deutsche Industrieunternehmen Knauf lässt ab sofort zu seinem österreichischen Werk in Weißenbach bei Liezen gepressten Gips mit dem neuen vom österreichischen Speditionsunternehmen Innofreight und der Rail Cargo Group entwickelten Güterwagen herbeitransportieren. Dieser achtachsige, kurzgekuppelte mit Flüsterbremsen ausgestattete „Inno-Waggon“ hat ein Leergewicht von nur 14,7 Tonnen. Zusammen mit dem ebenfalls von Innofreight entwickelten Spezialcontainer liegt das Gesamtgewicht bei 21 Tonnen und ermöglicht damit eine um zehn Prozent höhere Zuladung gegenüber herkömmlichen Waggons, betonte Reinhard Bamberger, Vorstandsmitglied der Rail Cargo Group beim Startschuss im Knauf-Werk in Weißenbach b. Liezen.
Die ersten 100 Wagen werden im ÖBB-Waggonwerk im ungarischen Miskolc gebaut. Mit diesem neuen Waggon wird der Wagenumlauf erhöht, der Transportlauf schneller und die Produktivität steigt. Der Inno-Waggon ist kompatibel mit den ebenfalls von Innofreight entwickelten Spezialcontainern „Wood-Tainer“ für den Transport von trockenen, schweren und leichten Massengütern wie beispielsweise Erze, Hackschnitzel, Kohle, Gips oder Rundholz. Bei Knauf werden die Container mit gepressten Gips beladen.
Knauf hat im Werk Weißenbach drei Millionen Euro in den Ausbau der Anschlussbahn investiert und setzt dabei auf den Kombinierten Verkehr sowohl im Inbound als auch im Outbound. Rund 180.000 Tonnen Rohstoffe pro Jahr transportiert Knauf mit der Bahn. Der Inno-Waggon bildet bei Rail Cargo Group den Auftakt für die Schaffung eines standardisierten Waggon-Fuhrparks mit hoher Kompatibilität zu verschiedenen Transportbehältnissen. (mf)