Im Westen was Neues

21.03.2002 07:00 Uhr

Nicht ganz ohne Stolz präsentierte Stinnes-Vorstand Wulf Bernotat seine Bilanz für das Jahr 2001.

Der Umsatz des Logistikdienstleisters stieg statt um die geplanten zehn Prozent um zwölf Prozent auf 12,3 Milliarden Euro, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 26 Prozent statt 25 Prozent auf 317 Millionen Euro. Gut liefen die Geschäfte in den Bereichen Landverkehre und Chemielogistik, der Bereich Werkstoffe bleibt dagegen das Sorgenkind im Konzern. Während der Geschäftsverlauf 1999 und 2000 durch größere Firmenzukäufe und –verkäufe geprägt war, habe man sich im vergangenen Jahr auf die interne Weiterentwicklung konzentriert. Das meint vor allem die Integration des Ende 2000 übernommenen Chemielogistikers HCI. Ähnlich wie Kühne & Nagel sowie die Deutsche Post ist Bernotat zurückhaltend, was die Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr angeht. Ohne größere Akquisitionen sei ein Ebit-Plus von neun Prozent vorgesehen. Dennoch hat der Vorstand konkrete Wachstumspläne. Über eine Beteiligung an oder eine Kooperation mit einem ortsansässigen Unternehmen will Stinnes in den asiatischen Markt für Chemielogistik einsteigen. Für die Verkehrssparte will er in den USA aktiv werden. Dort würden seit Herbst 2001 Verhandlungen für eine Zusammenarbeit geführt. Zudem werden kleinere Zukäufe geprüft. Um nicht nur im äußersten Westen tätig zu sein, soll das Landverkehrsnetz in Frankreich Spanien und Großbritannien weiter ausgebaut werden. Den finanziellen Rahmen für mögliche Zukäufe bezifferte Bernotat mit 600 Millionen bis 700 Millionen Euro.

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