IATA erwartet 2008 Luftfahrtverlust von rund 3,6 Milliarden Euro

04.09.2008 10:14 Uhr

IATA-Generaldirektor: „Schädliche Kombination aus hohen Ölpreisen und sinkender Nachfrage“

Genf. Internationale Luftgesellschaften werden wegen hoher Treibstoffpreise und sinkender Nachfrage in diesem Jahr nach Schätzung der Luftfahrtorganisation IATA Milliardenverluste einfliegen. Das teilte die International Air Transport Association (IATA) am Mittwoch in Genf in ihrer Finanzprognose für die Luftfahrtindustrie mit. Sie dürften sich auf 5,2 Milliarden Dollar (rund 3,6 Milliarden Euro) belaufen. „Die Situation bleibt weiterhin trostlos. Die schädliche Kombination aus hohen Ölpreisen und einer sinkenden Nachfrage wirkt wie Gift auf die Ertragslage der Industrie“, wird IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani zitiert. Der Jahresdurchschnitt pro Barrel (159 Liter) Öl liege bei 113 US-Dollar, 40 US-Dollar mehr als der Durchschnittspreis von 73 Dollar pro Barrel im Vorjahr. Die Mehrkosten der Industrie für Treibstoff betragen in diesem Jahr laut IATA rund 50 Milliarden US-Dollar, weshalb die Gesamtausgaben voraussichtlich auf 186 Milliarden US-Dollar steigen werden. Der Anteil des Treibstoffs an den operativen Kosten würde sich somit auf 36 Prozent erhöhen, 2002 betrug er noch 13 Prozent. (dpa/pi)

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