Frankfurt/Main. Die Gewerkschaften im Verkehrssektor wollen künftig enger zusammenarbeiten und gemeinsam gegen schlechter werdende Arbeitsbedingungen in der Branche kämpfen. Ziel der am Montag in Frankfurt getroffenen Vereinbarung sei es, "Lohn- und Sozialdumping" zu verhindern, hieß es in einer Mitteilung. Vertreter von sechs Gewerkschaften, darunter Transnet, GDBA (früher Gewerkschaft Deutscher Bundesbahnbeamten und Anwärter) und die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO), unterzeichneten ein entsprechendes Positionspapier. Darin stellten die Gewerkschaften fest, dass die Arbeitsbedingungen im deutschen Verkehrssektor zunehmend von Billiganbietern unterlaufen werden. Diese Entwicklung sei "zu Lande, auf der Schiene, im Luftverkehr oder auf dem Wasser" zu beobachten. Als Bedrohungen für die hiesigen Beschäftigten erwiesen sich Tarifflucht, Ausgliederungen sowie Betriebsverlagerungen. Vollzeitarbeit dürfe nicht mit "Armutslöhnen" von weniger als 50 Prozent des Durchschnittslohns abgespeist werden. Die Gewerkschaften wollen nun ihre Forderungen gemeinsam gegenüber Arbeitgebern und Politik vertreten. (dpa/stb)
Gewerkschaften im Verkehrssektor wollen enger zusammenarbeiten
Gemeinsamer Kampf gegen schlechter werdende Arbeitsbedingungen in der Branche geplant