Paris. Der französische Konzern L´Oréal de Paris, weltgrößter Kosmetikhersteller, sein Logistik-Dienstleister, die zu Peugeot/Citroën gehörende Firma Gefco, sowie die staatliche Energiegruppe EDF testen bereits seit Anfang Oktober in der Pariser Innenstadt den Einsatz dreier elektrisch betriebener LKW für den City-Verkehr. Bei den Fahrzeugen handelt es sich um 10-Tonner der Renault-Marke Midlum, die zu einhundert Prozent mit Elektrizität betrieben werden und deren Höchstgeschwindigkeit bei 70 Kilometer pro Stunde liegt; die Batterieautonomie beträgt im Stadtbereich 55 bis 60 Kilometer, ansonsten liegt sie bei 100 Kilometern. Gefco beliefert mit den Lastwagen die Friseur-, Pharmacie- und Parfümerie-Kunden von L`Oréal in einem Umkreis, zu dem auch die Champs-Elysées, Place de la Concorde, La Madeleine und die Grands Boulevards gehören. Laut einer Pressemitteilung der drei Unternehmen sind dem Test insgesamt vier Jahre Zusammenarbeit vorausgegangen, an der auch die staatliche Entwicklungsagentur für umweltschonende Produkte und Verfahren, ADEME, beteiligt war. Nach Beendigung der Testphase will L´Oréal darüber entscheiden, ob das umwelt- und gehörschonende City-Belieferungsmodell auch auf andere europäische Hauptstädte und Ballungsräume ausgeweitet werden soll. Obwohl sich die Transportkosten durch den elektrischen LKW bislang um zehn Prozent verteuern, möchte das Unternehmen daran festhalten. Dies stehe im Einklang mit der auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Strategie der Gruppe, erklärte L´Oréal-Pressesprecher Florent Canepa auf Nachfrage der VerkehrsRundschau. (vr/jb)
Frankreich: Einsatz von elektrischen LKW getestet
L´Oréal und Gefco setzen beim Vertrieb auf Ökologie