München. Ziel der Umstellung seien Arbeitserleichterung für die Mitarbeiter und Optimierung der Frachtkosten, hieß es bei Stora Enso. Seit dem ersten Juni 2004 wurde deutschlandweit Werk für Werk an das Tisys-System für elektronische Frachtvergabe angeschlossen. Zuvor verfügte jedes der sechs Werke über seinen eigenen Kreis von Spediteuren, an die Aufträge per Fax, E-Mail oder Telefon vergeben wurden. Jetzt werden die Transporte werksübergreifend vermittelt, was Leerkilometer, Maut und Treibstoff spare. Europaweit ist die Einführung von Tiysys bei Stora Enso in vollem Gange. „Es geht uns nicht darum, den billigsten Spediteur zu finden, sondern denjenigen, der eine Fracht an einem bestimmten Tag zu den optimalen Bedingungen fahren kann“, betont Stora-Enso-Logistikleiter Bernd Blok. Im Werk Hagen werden inzwischen 50 Prozent der Transporte online und davon 95 Prozent über Tiysys vergeben. Anstatt Transportaufträge immer einzeln an dieselben Dienstleister zu verteilen, werden sie online unter mehreren ausgewählten Spediteuren beziehungsweise Frachtführern ausgeschrieben. Stora Enso besitzt in Deutschland sechs Produktionsstandorte in Karlsruhe-Maxau und Wolfsheck, Hagen-Kabel, Baienfurt, Uetersen, Reisholz und Eilenburg. Etwa 2800 Ladungen verlassen wöchentlich die Werke Richtung EU-Ausland, Amerika, Russland, China oder Neuseeland und beliefern Druckereien mit Papier und Karton u.a. für den Zeitungs- und Magazindruck.
Forstkonzern schreibt Frachten elektronisch aus
Der Forstkonzern Stora Enso setzt seit Juni auf eine elektronische Frachtvergabe. Innerhalb der letzten Monate wurde die europaweite Versandlogistik aller deutschen Werke an die Kommunikationsplattform „Tisys“ vom Anbieter Transporeon angeschlossen.