Genf/Schweiz. Die Gewinnaussichten der Fluggesellschaften werden nach Einschätzung des Dachverbandes IATA 2007 wieder deutlich besser sein. In diesem Jahr dürften die Verluste nach Berechnungen des in Genf ansässigen internationalen Luftfahrtverbandes noch bei 2,2 Milliarden Dollar (1,8 Milliarden Euro) liegen, teilte die IATA heute in Genf mit. 2007 sei aber ein Gewinn von 7,2 Milliarden Dollar (6 Milliarden Euro) zu erwarten. Der Verband hatte noch zu Beginn des Jahres Verluste in Höhe von etwa vier Milliarden Dollar erwartet, die jedoch durch Kostensenkungen und eine verbesserte Wirtschaftskonjunktur vor allem in Europa und Asien teilweise aufgefangen würden. IATA-Direktor Giovanni Bisignani sprach von einem „sich anbahnenden neuen Optimismus“ in der Branche. Die einzige große Herausforderung blieben die Ölpreise. Ein Weg zur Besserung wäre die Ausweitung der Raffinerie-Kapazitäten, sagte Bisignani. Die höchsten Verluste haben im vergangenen Jahr nach den IATA-Zahlen erneut die US-Fluggesellschaften mit 10,8 Milliarden Dollar verbucht. 2006 werde mit einer Halbierung auf 5,4 Milliarden Dollar gerechnet. Dazu trage die Kapazitätsreduzierung um rund drei Prozent auf Inlandsstrecken bei. Die höchsten Gewinne würden mit rund zwei (Vorjahr: 2,9) Milliarden Dollar in diesem Jahr bei den Fluggesellschaften des asiatisch-pazifischen Raums erwartet. Die europäischen Fluggesellschaften dürften Gewinne über 1,4 (Vorjahr: 1,8) Milliarden Dollar erzielen, wobei diese Airlines besonders durch die hohen Ölpreise belastet seien. (dpa/sb)
Fluggesellschaften mit Milliardenverlusten
IATA erwartet bessere Gewinnaussichten für Luftverkehr ab 2007