Paris. Frankreich will im Januar 2009 über die Zukunft der staatseigenen Post entscheiden. Eine vollständige Privatisierung stehe allerdings nicht zur Debatte und habe dies auch nie getan, sagte Arbeitsminister Xavier Bertrand am Montag dem Radiosender RTL. Eine begrenzte Öffnung für Fremdkapital schloss er nicht aus. Seit dem Sommer hatten sich in Frankreich hartnäckig Gerüchte gehalten, dass die Post an die Börse gebracht werden solle. Das Staatsunternehmen braucht Kapital, um sich auf die Liberalisierung der Briefdienste im Jahre 2011 vorzubereiten. Bertrand sagte, es gebe auch andere Möglichkeiten als einen Börsengang. Genauer werde man sich dazu aber erst Anfang des kommenden Jahres äußern. Die französische Post ist mit 5,8 Milliarden Euro verschuldet und nennt einen Kapitalbedarf von zwei bis drei Milliarden Euro. 2007 verdiente das Unternehmen bei 20,82 Milliarden Euro Umsatz nach Steuern 943 Millionen Euro. (dpa/sv)
Entscheidung über Zukunft der französischen Post im nächsten Jahr
Frankreich will im Januar 2009 über die Zukunft der staatseigenen Post entscheiden - Börsengang nur eine Möglichkeit