Rom/Bologna. Der italienische Verband FITA, der vor allem kleinere und mittlere Transportunternehmer vertritt, macht mit seiner angekündigten Protestaktion ernst: 300 LKW sollen am 17. September 2005 von Bologna aus die Autobahn A1 stark behindern. Weitere angekündigte Protestaktionen sind allerdings vorerst auf Eis gelegt. So sollten eigentlich ausgehend von zehn verschiedenen italienischen Städten am 16. September langsam fahrende LKW auf den Autobahnen gegen die steigenden Dieselpreise protestieren. Die vier Transportorganisationen, die sich in der CUNA zusammengeschlossen haben, haben den Protest jedoch verschoben. Das Transportministerium hatte in letzter Minute Verhandlungen für die nächste Woche anberaumt, bei denen über den Forderungskatalog der Transportunternehmen gesprochen werden soll. Auch die CUNA gibt der Regierung keinen Freibrief. “Das Problem der hohen Dieselpreise muss sofort angegangen werden, die Transportunternehmen können nicht mehr länger warten”, erklärte ihr Präsident, Francesco Del Boca. “Wenn die Regierung keine befriedigenden Antworten auf unsere Forderungen gibt, werde ich einen Generalstreik im Transportwesen ab dem 20. November vorschlagen”. (rp)
Dieselpreise: Protestaktion in Italien
300 LKW wollen am 17. September von Bologna aus den Verkehr auf der Autobahn A1 behindern