Frankfurt/Main. Die mittelständischen Unternehmen in Deutschland machen nur vorsichtig Gebrauch von alternativen Anbietern im Bereich Post, Telekommunikation und Stromversorgung. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Berliner Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag des Stromlieferanten Watt Deutschland GmbH in Frankfurt/Main und des Magazins Impulse. An der Befragung nahmen 500 Firmen aus den unterschiedlichen Branchen teil. Am ausgeprägtesten war die Wechselbereitschaft auf dem Telekommunikationsmarkt. Hier gaben 50 Prozent der Mittelständler zu Protokoll, bereits alternative Anbieter genutzt zu haben oder bereits zu nutzen. Im Postwesen reduziert sich der Wert auf branchenübergreifende 36 Prozent. Allerdings: Unter den mittelständischen Industriebetrieben erklärten 51 der befragten Firmen, bereits mit anderen Dienstleistern Pakete, Päckchen oder Briefsendungen auf den Weg zu bringen. Baubetriebe hingegen halten besonders dem Gelben Riesen die Treue. Aus dieser Branche waren gerade einmal 25 Prozent der Betriebe zum Wechsel bereit. Wichtigster Grund für den Wechsel bei Postdienstleistungen ist für Mittelständler der Preis (64 Prozent), gefolgt von Eigenschaften wie besserer Service (47 Prozent) oder schnellerer Bearbeitung (13 Prozent). (eha)
Deutscher Mittelstand: Wechselbereitschaft zu alternativen Dienstleistern gering
Nur knapp ein Drittel der deutschen Mittelständler können sich einen Wechsel zu einem privaten KEP-Dienstleister vorstellen