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Daimler sieht Riesenpotenzial im Service rund um Lastwagen

Daimler-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler: "Alternative Antriebe sind auch im Nutzfahrzeugsegment gefragt"
© Foto: ddp/Sascha Schürmann

Nutzfahrzeugvorstand Renschler rechnet damit, dass Daimler in zwanzig Jahren die Hälfte des Umsatzes mit dem Servicegeschäft macht


Datum:
17.09.2010
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Stuttgart. Der weltweit zweitgrößte Nutzfahrzeughersteller Daimler sieht im Service rund um den Lastwagen in den kommenden Jahren enormes Wachstumspotenzial. "In zwanzig Jahren wird Daimler voraussichtlich die Hälfte des Umsatzes in der Lastwagensparte mit dem Servicegeschäft einfahren", sagte Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. "Derzeit machen wir 25 Cent pro Euro in diesem Bereich."

"Für die Kunden ist es im Pannenfall enorm wichtig, den Lastwagen möglichst schnell wieder auf die Straße zu bekommen", sagte Renschler. Jede Transportverzögerung könne viel Geld kosten. "Für unsere Kunden ist der LKW eine Maschine und die darf nie kaputt gehen", sagte der Manager.

"In Deutschland soll in 80 Prozent der Pannenfälle das Fahrzeug innerhalb von zwei Stunden wieder auf der Straße sein", sagte er. Dabei sei es wichtig, dass der Kunde von Anfang an optimal betreut werde. "In unserem Call-Center dürfen nur technisch ausgebildete Fachkräfte sitzen, die sofort einschätzen können, was der Fahrer für ein Problem hat", betonte Renschler. Sie könnten dann beispielsweise sofort einen mobilen Werkstattwagen informieren, der Ersatzteile liefert.

Ein weiteres wichtiges Zukunftsthema sei, die Betriebskosten gering zu halten. "Es geht darum, mit so wenig Kraftstoff wie möglich die Tonne zu bewegen", sagte Renschler. Alternative Antriebe seien auch im Nutzfahrzeugsegment gefragt, vor allem für Fahrzeuge im Stadtverkehr. "Bei den schweren LKW werden wir auch zukünftig den Diesel brauchen, da gibt es nichts anderes." Aber auch durch eine verbesserte Aerodynamik könne der Kraftstoffverbrauch in Zukunft weiter gesenkt werden.

In den Schwellenländern wird es nach Ansicht von Renschler noch Jahre dauern, bis sich diese hohen Anforderungen durchsetzen. In China werde beispielsweise für einen LKW deutlich weniger gezahlt als in Deutschland. "Da wird ein LKW gekauft und gefahren, bis er liegen bleibt", sagte Renschler. Dies werde sich aber in den kommenden 10 bis 20 Jahren verändern. "Dann werden auch dort die Anforderungen an die Fahrzeuge steigen. Hier sehen wir großes Potenzial."

Von der schwersten Krise seit 55 Jahren habe sich die Branche gut erholt. Allerdings gehe es bei den Nutzfahrzeugen nicht so stürmisch aufwärts wie bei den Personenwagen. Für die Daimler-Trucksparte peilt Renschler im Gesamtjahr einen operativen Gewinn von einer Milliarde Euro und ein Absatzplus an. 2009 wurden 259.000 Lastwagen verkauft.

In Deutschland sei die Kurzarbeit dank der anziehenden Konjunktur zwar beendet, sagte Renschler. An Neueinstellungen in größerem Stil sei derzeit aber nicht zu denken. "Wir sind noch nicht so ausgelastet, wie wir es uns in einem normalen Jahr wünschen würden." Im Werk in Wörth werden im laufenden Jahr voraussichtlich 60.000 bis 70.000 Lastwagen produziert. "Zu Spitzenzeiten waren es bis zu 115.000." (dpa) 

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