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Continental fährt wieder Gewinn ein

Continental hat sich von der Krise erholt
© Foto: ddp/Nigel Treblin

Der Autozulieferer schreibt nach massiven Einbrüchen in der Wirtschaftskrise wieder schwarze Zahlen / Preiserhöhungen besonders für LKW-Reifen geplant


Datum:
03.03.2011
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Frankfurt/Hannover. Der Autozulieferer Continental schreibt nach massiven Einbrüchen in der Wirtschaftskrise wieder schwarze Zahlen. 2010 konnte Europas größter Reifenhersteller die anziehende Konjunktur gut nutzen - trotz explodierender Kosten für Naturkautschuk und andere wichtige Rohstoffe. Unterm Strich verdiente das Unternehmen im vergangenen Jahr 576 Millionen Euro, berichtete Vorstandschef Elmar Degenhart am Donnerstag in Frankfurt.

2009 hatte Conti wegen der Turbulenzen in der Autoindustrie noch mit rund 1,65 Milliarden Euro Verlust tief in den roten Zahlen gestanden. Vor Steuern und Zinsen gelang den Hannoveranern sogar ein neues Rekordergebnis von über 1,93 Milliarden Euro. Zugleich kletterte der Umsatz um fast ein Drittel auf über 26 Milliarden Euro.

"Wir haben an Schlagkraft gewonnen", sagte Degenhart. Zu Spekulationen um einen Verkauf von Conti-Anteilen beim fränkischen Autozulieferer und Großaktionär Schaeffler wollte sich die Konzernspitze nicht äußern. "Es gibt nichts Neues", betonte Degenhart. Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, dass Schaeffler noch im März einen Teil seines Aktienpakets loswerden wolle. Auch die Franken nahmen dazu keine Stellung.

Im laufenden Jahr peilt Continental ein Umsatzplus von zehn Prozent auf mehr als 28,5 Milliarden Euro an. Zuwächse erwartet der Konzern vor allem in Asien. Für Unsicherheit sorge nach wie vor die Kostenexplosion beim Reifen-Rohstoff Naturkautschuk. "Weitere Preiserhöhungen sind daher unvermeidbar", sagte der Vorstandschef. Das betreffe besonders LKW-Reifen, in denen 15 Mal mehr Kautschuk verarbeitet ist als in PKW-Reifen. Neue Materialien und Gemische sollen den Anteil senken.

Nach rund 14.000 neuen Stellen im vorigen Jahr will Conti weitere Jobs schaffen. Die meisten werden allerdings im Ausland entstehen, sagte Personalvorstand Heinz-Gerhard Wente. Die nach der Übernahme der Siemens-Sparte VDO enorm gewachsenen Schulden wurden 2010 um mehr als 1,5 Milliarden Euro gesenkt, blieben mit 7,3 Milliarden Euro aber auf hohem Niveau. Aus Sicht von Finanzvorstand Wolfgang Schäfer hat der Konzern eine bessere Position für Verhandlungen mit den Banken: "Es gibt keinen Anlass mehr, Conti als hoch verschuldet zu bezeichnen." (dpa)

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