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Bund stellt 150 Millionen für Hafenanbindung in Aussicht

Die Bahnanbindung an den Jade-Weser-Port scheint durch die Finanzspritze des Bundes gesichert zu sein
© Foto: Hero Lang

Für die nötigen Finanzspritzen gibt es bis jetzt aber noch keine eindeutigen Zusagen / Möglicherweise stehen nun 150 Millionen Euro bereit


Datum:
29.10.2010
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Hannover/Wilhelmshaven. Im August 2012 sollen die ersten Containerriesen am Jade-Weser-Port anlegen und ihre Fracht entladen. Mit Schiffen, Lastern und Bahn sollen die Boxen dann von Wilhelmshaven an ihre Bestimmungsorte gebracht werden. Doch für den nötigen Ausbau der Bahnstrecke auf zwei Spuren fehlten bislang die definitiven Finanzzusagen. Nun hat der Bund 150 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Dies bestätigte das niedersächsische Wirtschaftsministerium am Freitag auf Anfrage.

Nach Informationen von NDR 1 hat das Bundesverkehrsministerium den Plänen der Landesregierung zugestimmt. Im Wirtschaftsressort hieß es indes, die Summe müsse vom Bundesfinanzministerium erst bestätigt und besiegelt werden. "Wir warten noch auf ein offizielles Schreiben", sagte auch eine Sprecherin der Landesregierung.

Insgesamt geht es um 150 Millionen Euro für den ersten Abschnitt des Ausbaus der Strecke zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg. Damit soll nach Angaben des Wirtschaftsministeriums das zweite Gleis gebaut werden sowie der Lärmschutz an der Linie und die Grundarbeiten für eine Elektrifizierung der Strecke finanziert werden. Start der Arbeiten könnte nach der bisherigen Planung im Spätsommer kommenden Jahres sein, Ende 2012 könnte die Strecke dann soweit in Betrieb gehen. Den jetzigen Wink aus Berlin empfindet man in Hannover als "gute Nachricht". "Die Landesregierung hat sich mit viel Nachdruck dafür eingesetzt", sagte der Sprecher des Wirtschaftsressorts, Christian Budde am Freitag.

Geplant werden kann allerdings nur mit festen Finanzierungszusagen. Aus diesem Grund wartet man nun in Hannover auch noch auf Brief und Siegel des Bundesfinanzministers. So hat auch die Bahn bereits einmal 120 Millionen für die Gleisarbeiten in Aussicht gestellt. Abgestempelt ist dieser Scheck nach Angaben des niedersächsischen Wirtschaftsressorts jedoch bislang nicht. Die Gesamtkosten für die komplette Umsetzung des Bahnprojekts werden auf rund 500 Millionen Euro geschätzt.

Wichtig wäre die endgültige Zusage aus Berlin nach Angaben Buddes, um mit den wichtigen Arbeiten beginnen zu können, wenn die planungstechnischen Voraussetzungen geschaffen sind. Die restlichen Arbeiten könnten dann auch während eines Betriebs der Strecke erledigt werden. So sollen später der Ausbau der Verbindung für elektrische Züge vorgenommen werden. Auch der Ausbau der Umgehung um Sande soll später erfolgen.

Nach Informationen von NDR 1 will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Finanzspritze offiziell am 12. November verkünden. Die Zusage soll Ministerpräsident David McAllister (CDU) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einem Vier-Augen-Gespräch abgerungen haben. Druckmittel sollen die höheren Landesausgaben für die Bafög-Erhöhungen gewesen sein. (dpa)

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