Berlin. Mit Blick auf den Quartalsbericht der Deutschen Post AG hat der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) ein Ende der Wettbewerbsverzerrung gefordert. „Die vorgelegten guten Zahlen zeigen, dass der Gewinn des Konzerns zu einem wesentlichen Teil auf dem zu Beginn des Jahres erhöhten Briefporto beruht“, betonte BIEK-Präsident Gunnar Uldall. Insgesamt habe der Geschäftsbereich „Brief“ 382 Millionen Euro und damit mehr als die Hälfte des Konzernergebnisses zum Quartalsgewinn 2013 beigetragen. Vor diesem Hintergrund sei es „völlig unverständlich“, dass die Bundesnetzagentur die Portoerhöhung genehmigt habe. Auf diese Weise nutze die Post ihre hohen Margen im Briefbereich, um die Paketbeförderung im Internethandel zu nicht-kostendeckenden Preisen anzubieten. Postchef Frank Appel hatte bei der Vorstellung des Quartalsberichts von einem „soliden Jahresauftakt“ trotz der Wirtschaftsturbulenzen gesprochen. Danach stieg der Umsatz zwischen Januar und März um 0,6 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr hatte der Konzern noch mit einem Wachstum von mehr als fünf Prozent geglänzt. Die Portoerhöhungen, der wachsende Internethandel und das florierende internationale Expressgeschäft sicherten der Post ein leichtes Umsatzplus. (jök)
BIEK fordert Ende der Wettbewerbsverzerrung
Der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste übt erneut Kritik an Portoerhöhung im Briefgeschäft der Deutschen Post.