Hamburg. Die Zuversicht der deutschen Exportunternehmen steigt. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) geht davon aus, dass der Einbruch des Welthandels seinen Tiefpunkt erreicht hat und der deutsche Außenhandel sich in den kommenden Monaten leicht erholen wird. Diese Aussagen treffe der Verband in seinem noch unveröffentlichten Außenwirtschaftsreport, berichtet die „Welt am Sonntag“. „Die jüngsten Zahlen deuten auf eine Stabilisierung der Exporte auf niedrigem Niveau hin. Nach der positiven Entwicklung der Auftragseingänge im Mai erwarten wir jetzt eine weitere Konsolidierung“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf der Zeitung. Zuletzt gingen die Industriebestellungen aus dem Ausland nicht weiter zurück. Sie lagen zwar immer noch ein Drittel unter dem Volumen des Vorjahres, aber im Mai legte das Auslandsgeschäft zuletzt um 5,2 Prozent zu. Wegen des Einbruchs im ersten Quartal rechnet der BDI für dieses Jahr aber mit einem Rückgang der Exporte um 15 Prozent verglichen mit 2008. Positiv für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sei, dass internationale Frühindikatoren auf eine Erholung der wichtigsten deutschen Exportmärkte hindeuten. Der Frühindikator der OECD stieg im Juni für wichtige Exportkunden Deutschlands wie Frankreich, Großbritannien, die USA und Italien erstmals seit vielen Monaten wieder. Auch der internationale Geschäftsklimaindex, der vom Münchner ifo Institut für die verschiedenen Weltregionen erhoben wird, kündigt eine Erholung der wichtigsten deutschen Exportmärkte an. (dpa/ag)
BDI: Deutsche Exportwirtschaft stabilisiert sich
Laut Außenwirtschaftsbericht wächst die Zuversicht beim Bundesverband der Deutschen Industrie